Im "ARD-Morgenmagazin": Jens Spahn fordert "Impfruck"

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Gesundheitsminister Jens Spahn sieht die Impfung als entscheidendes Vehikel im Kampf gegen die Corona-Pandemie.  (Bild: ARD)
Gesundheitsminister Jens Spahn sieht die Impfung als entscheidendes Vehikel im Kampf gegen die Corona-Pandemie. (Bild: ARD)

Im zweiten Sommer der Corona-Pandemie sind die Infektionszahlen derzeit auf einem niedrigen Niveau. Doch die Delta-Variante macht Sorgen für den Herbst und Winter. Gesundheitsminister Jens Spahn hat deshalb einen Auftritt im ARD-Moma genutzt, um Werbung für die Impfung zu machen.

In den ersten Bundesländern haben bereits die Sommerferien begonnen. Trotz der Corona-Pandemie erwartet viele Kinder ein verhältnismäßig unbeschwerter Sommer angesichts der zuletzt niedrigen Infektionszahlen. Doch vorbei ist die Pandemie noch lange nicht, denn die Ausbreitung der hochinfektiösen Delta-Variante macht Sorgen - nicht nur in Bezug auf die Wiederaufnahme des Schulbetriebs zum neuen Schuljahr. Gesundheitsminister Jens Spahn ergriff daher nun im ARD-Moma-Interview die Möglichkeit, nochmals die Wichtigkeit der Impfung hervorzuheben.

"Ich kann nur alle Erwachsenen auffordern, sich impfen zu lassen, dass da ein Impfruck im Sommer durch Deutschland geht", appellierte Spahn. "Nur dann werden wir auch gut durch Herbst und Winter gehen können." Um die Infektionen auch in der kalten Jahreszeit auf einem möglichst niedrigen Level zu halten, sei zudem das Impfangebot an Jugendliche sehr bedeutsam, wie der CDU-Mann herausstellte: "Der Impfstoff dafür ist da. Knapp 500.000 Kinder und Jugendliche über zwölf sind schon geimpft." Die Terminvergabe werde "Woche um Woche besser", versicherte Spahn.

Jens Spahn (links) stellte sich im "ARD-Morgenmagazin" den Fragen von Michael Strempel. (Bild: ARD)
Jens Spahn (links) stellte sich im "ARD-Morgenmagazin" den Fragen von Michael Strempel. (Bild: ARD)

"Geimpft sein macht einen Unterschied"

Zwar betonte der Gesundheitsminister im Interview mit Michael Strempel, den Kindern und Jugendlichen die Entscheidung freizulassen, ob sie sich impfen lassen wollen, er sagte aber auch: "Die Wahl ist ja: Entweder jemand wird geimpft oder er wird infiiziert, mit dem Risiko einer Folgeerkrankung." Trotz der fehlenden Stiko-Empfehlung wies Spahn auf die "zugelassenen, sicheren Impfstoffe" hin.

Die jüngsten Entwicklungen in Großbritannien würden zeigen: "Da, wo nicht ausreichend geimpft ist, in den Bevölkerungsgruppen wird es sehr, sehr viele Infektionen geben." Nochmals wies der Politiker daraufhin, dass die Impfung eine Entscheidung des Einzelnen sei, aber: "Wir brauchen am Ende miteinander ein Bewusstsein dafür, dass es eben nicht nur um den Schutz für den Einzelnen geht, sondern es ist eine Teamaufgabe. Wenn wir, wenn Deutschland und Europa raus wollen aus dieser Pandemie, brauchen wir eine hohe Impfquote."

Zum Thema Erleichterungen für Geimpfte ließ sich Spahn hingegen kaum aus der Reserve locken. Kontaktbeschränkungen seien für diese Gruppe schon jetzt aufgehoben, und Quarantänemaßnahmen würden ebenfalls nur noch in Einzelfällen greifen, führte er aus. Er wolle jedoch "keine Versprechungen machen, die nicht zu erfüllen sind". Eines lag dem 41-Jährigen zum Abschluss des Gesprächs mit Michael Strempel aber noch am Herzen: "Geimpft sein macht einen Unterschied. Wer wieder viel machen können will, vom Stadion bis zur Party bis zum Familientreffen bis zum Berufsalltag mit viel Sicherheit, der sollte sich impfen lassen und möglichst viele davon überzeugen."

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