Vor Argentinien-Spiel: DHB-Team "schielt aufs Viertelfinale"

Alfred Gislason ging "extrem glücklich", aber mit viel Arbeit ins Bett. "Ich schaue zuerst die Videos der Argentinier", kündigte der Bundestrainer der deutschen Handballer vor einer kurzen Nacht an. Die Südamerikaner sind am Donnerstag (18.00 Uhr) der erste Hauptrundengegner des DHB-Teams im Kampf um das WM-Viertelfinale.

Der Optimismus nach dem lockerleichten Vorrundenabschluss gegen Algerien (37:21) war im Lager der deutschen Mannschaft riesig. Der dritte Sieg im dritten WM-Spiel schürt die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Turnier, bereits zwei weitere Siege stoßen das Tor zur anvisierten K.o.-Runde sehr weit auf.

"Wir gehen mit breiter Brust in die Hauptrunde", sagte Linksaußen Rune Dahmke - einer von mehreren Spielern der zweiten Reihe, die gegen den krassen Außenseiter am Dienstagabend endgültig im Turnier ankamen: "Wir haben noch sehr viel Turnier vor uns. Es kann noch sehr wichtig werden, dass jetzt alle drin sind."

Im Rennen um das Viertelfinale warten nun aber härtere Brocken auf die deutsche Mannschaft, die die perfekte Ausbeute von 4:0 Punkten in die Hauptrunde mitnimmt. Argentinien bereitete Deutschland bereits bei den Olympischen Spielen vor anderthalb Jahren ein paar Probleme. Die Niederländer, am Samstag (20.30 Uhr) zweiter Gegner, sind spätestens nach dem knappen Duell mit Norwegen (26:27) am Dienstagabend nicht zu unterschätzen. Und die Qualität der Norweger um Starspieler Sander Sagosen vom THW Kiel kennen die DHB-Cracks vor dem Duell am Montag (20.30 Uhr) nur zu gut.

"An einem guten Tag müssen wir uns aber vor niemanden verstecken. Wir haben großes Selbstvertrauen und gute Chancen, drei Siege einzufahren", sagte Kiels Dahmke euphorisiert. "Besser kann man nicht in ein Turnier starten. Wir sind im Rhythmus und gewappnet für die schweren Spiele."

Das sah auch Axel Kromer so. "Wir haben viel Rückenwind. Gegen Argentinien sind wir sicherlich Favorit, die Rolle nehmen wir inzwischen bewusst an. Danach kommen zwei größere Aufgaben. Wir haben eine tolle Ausgangslage und das Recht, aufs Viertelfinale zu schielen", sagte der DHB-Sportvorstand.