Argentiniens Ex-Präsidentin Kirchner muss wegen Finanzaffäre vor Gericht

Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Kirchner wird wegen einer Finanzaffäre der Prozess gemacht. Die 64-Jährige muss sich wegen verlustreicher Wechselkursspekulationen der argentinischen Zentralbank vor Gericht verantworten, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung des Bundesrichters Claudio Bonadio hervorging. Auf der Anklagebank sitzen außerdem der frühere Wirtschaftsminister Axel Kicillof und der Ex-Präsident der Zentralbank, Alejandro Vanoli. Das zuständige Gericht muss nun einen Termin für das Verfahren festsetzen.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, den Staat mit den Spekulationen auf dem Devisenmarkt um hunderte Millionen Dollar geschädigt zu haben. Im Mai vergangenen Jahres hatte ein Gericht im Zuge der Ermittlungen gegen Kirchner angeordnet, Vermögenswerte der Ex-Präsidentin in Höhe von einer Million Dollar einzufrieren.

Gegen die Ex-Präsidentin laufen bereits drei weitere Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Korruptionsvorwürfen. Kirchner wird Günstlingswirtschaft wegen der Vergabe öffentlicher Aufträge an den ihr nahestehenden Geschäftsmann Lázaro Báez vorgeworfen. Ende 2016 wurde sie deswegen angeklagt. Kirchner, die Argentinien von 2007 bis Ende 2015 regierte, verurteilt das Vorgehen der Justiz als politisch motiviert.

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