Armee: Rund 30 Dschihadisten bei französischem Kampfeinsatz in Mali getötet

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Armee: Rund 30 Dschihadisten bei französischem Kampfeinsatz in Mali getötet
Armee: Rund 30 Dschihadisten bei französischem Kampfeinsatz in Mali getötet

Bei einem französischen Kampfeinsatz in Mali sind nach Angaben der Armee rund 30 Dschihadisten getötet worden. Streitkräfte der französischen Anti-Terror-Mission Barkhane hätten am Donnerstagabend mehrere Stunden lang in der Nähe von Niaki im Zentrum des Landes gegen die Extremisten gekämpft, teilte die Armee am Freitag mit. Zuvor hatte die Armee bereits die Tötung des international gesuchten Dschihadisten Bah Ag Moussa in Mali gemeldet.

Die rund 30 Getöteten gehören demnach der Dschihadistengruppe GSIM an, die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündet ist. Bei dem Einsatz mit Kampfflugzeugen und Hubschraubern seien auch etwa 20 Motorräder sowie Waffen beschlagnahmt oder zerstört worden, teilte die Armee weiter mit.

Bah Ag Moussa wurde nach Angaben von Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly ebenfalls von französischen Soldaten "neutralisiert". Parly bezeichnete ihn als einen der "historischen Anführer der dschihadistischen Bewegung in der Sahelzone".

Ag Moussa war demnach einer der Gründer der dschihadistischen Gruppe Ansar Dine, die die Scharia in Mali einführen will. Der abtrünnige Armeeoffizier wird von den USA wie der UNO als "Terrorist" eingestuft. Er war ab den 1990er Jahren an den Aufständen des Berbervolkes Tuareg gegen die malische Regierung beteiligt und wandte sich ab 2012 dem Dschihadismus zu.

Im Kampf gegen Extremisten hat Frankreich derzeit mehr als 5000 Kampftruppen in der Sahelzone stationiert. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP bereitet das Land aber einen Abzug von hunderten Soldaten vor. Dies wird in Paris mit der neuen europäischen Kampfeinheit "Takuba" begründet, der sich laut Frankreichs Verteidigungsministerium neben Estland auch Tschechien und Schweden anschließen wollen.

noe