Armenien übergibt nach Waffenstillstand erstes Gebiet an Aserbaidschan

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Armenische Soldaten im Klosterkomplex Dadiwank
Armenische Soldaten im Klosterkomplex Dadiwank

Nach dem Waffenstillstand in Berg-Karabach muss Armenien am Sonntag ein erstes umkämpftes Gebiet an Aserbaidschan übergeben. Die verfeindeten Nachbarstaaten hatten sich Anfang der Woche unter russischer Vermittlung nach wochenlangen schweren Kämpfen um die Kaukasusregion auf einen Waffenstillstand geeinigt. Das Abkommen sieht vor, dass beide Kriegsparteien jene Gebiete behalten dürfen, in denen sie derzeit die Kontrolle haben - für Armenien bedeutet das große Gebietsverluste.

Bis Sonntag muss Armenien nun die Kontrolle über den Bezirk Kalbadschar abgeben. In der gleichnamigen Regionalhauptstadt und umliegenden Dörfern packten Bewohner bereits am Samstag ihre Koffer für die Flucht, einige Dorfbewohner zündeten sogar ihre eigenen Häuser an. Gläubige besuchten zudem ein letztes Mal ein berühmtes Berg-Kloster in der Region. Nach der Übergabe von Kalbadschar sollen noch die Bezirke Aghdam und Laschin folgen.

mid/ck