Ärzte gaben ihm eine Überlebenschance von 0% - jetzt feiert der kleine Richard seinen 1. Geburtstag

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Am 5. Juni 2020 kam der kleine Richard Scott William Hutchinson auf die Welt - 131 Tage zu früh. Die Ärzte rechneten nicht damit, dass der kleine Junge überleben würde. Doch Richard trotzte allen Widrigkeiten und feierte jetzt seinen ersten Geburtstag.

Richard feierte kürzlich seinen Geburtstag - trotz 0% Überlebenschance. (Symbolbild: Getty)
Richard feierte kürzlich seinen Geburtstag - trotz 0% Überlebenschance. (Symbolbild: Getty)

Eigentlich sollte das Baby des amerikanischen Paares Beth und Rick Hutchinson Mitte Oktober 2020 zur Welt kommen, doch bereits am fünften Juni setzten bei Beth aufgrund von medizinischen Komplikationen die Wehen ein. Nach intensiven Gesprächen mit den behandelnden Ärzten beschloss man, das Baby auf die Welt zu holen - 131 Tage zu früh. 

Beth und Rick wichen ihrem Sohn nicht von der Seite

Richard war bei seiner Geburt so klein, dass er in die Hand seiner Eltern gepasst hätte. Er wog nur 340 Gramm, ein Zehntel des Gewichts eines durchschnittlichen Neugeborenen, das nach neun Monaten auf die Welt kommt. Sofort nach seiner Geburt wurde er auf eine Neugeborenen-Intensivstation in einem Krankenhaus in Minneapolis verlegt. 

Die Ärzte bereiteten seine Eltern derweil auf das Schlimmste vor. "Als Rick und Beth vor der Geburt beraten wurden, was eine so frühe Geburt bedeuten kann, wurde dem Baby eine Überlebenschance von 0% prognostiziert", berichtet Dr. Stacy Kern, Richards behandelnde Ärztin im Krankenhaus.

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Doch Beth und Rick haben ihnen Sohn nie aufgegeben und alles getan, um ihn bei seinem Überlebenskampf zu unterstützen. "Wir sind sicher gegangen, dass wir da sind, um ihn zu unterstützen", so Rick. "Ich glaube, dass es ihm geholfen hat, das zu überstehen, weil er wusste, dass er auf uns zählen kann."

Wunderbaby Richard stellt einen neuen Rekord auf

Ihre Stärke und Fähigkeit, auch in dieser schweren Zeit positiv und hoffnungsvoll zu bleiben, sei inspirierend gewesen, wie Dr. Kern sagt. Sie ist sich sicher, dass seine Eltern entscheidend dazu beigetragen haben, dass Richard es geschafft hat, allen Umständen zu trotzen und zu überleben.

Sechs Monate lang musste er auf der Intensivstation bleiben, Anfang Dezember 2020 war er schließlich stark genug, um endlich nach Hause zu dürfen. Der Abschied von den Ärzten, die so lange um sein Leben gekämpft hatten, war nicht nur für seine Eltern emotional. "Ich erinnere mich daran, dass ich ihn aus seinem Bettchen genommen habe und mit Tränen in den Augen im Arm hielt", erzählt seine Ärztin Dr. Kern. Sie sei so stolz auf ihn gewesen und jedes Mal, wenn sie ihn sehe, werde sie daran erinnert, wie stark und wundervoll Babies sein können, so Kern weiter.

Nach einem weiteren halben Jahr konnte Richard zuhause seinen ersten Geburtstag feiern - und brach damit einen alten Rekord. Wie "Guinness World Records" berichtet, ist er nun das jüngste Frühchen, das je überlebt hat. 

"Ein Teil seiner unglaublichen Geschichte zu sein... Ich kann nicht in Worte fassen, wie toll sich das anfühlt"

Mit diesem besonderen Rekord und seiner bewegenden Geschichte hat Richard viele Menschen auf der ganzen Welt inspiriert, ist sich Dr. Stacy Kern sicher. "Ein Teil seiner unglaublichen Geschichte zu sein... Ich kann nicht in Worte fassen, wie toll sich das anfühlt", so Kern. Sie und ihr gesamtes Team würden sich schon darauf freuen, zu sehen, was Richards Zukunft für ihn bereit hält.

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