Athener Vize-Premier schließt Volksabstimmung nicht aus

Bei dieser Wahl am 25. Januar 2015 wurde Alexis Tsipras griechischer Regierungschef. Nun spricht sein Stellvertreter Giannis Dragasakis von Neuwahlen. Foto: Michael Kappeler/Archiv

Der stellvertretende griechische Regierungschef Giannis Dragasakis schließt eine Volksabstimmung oder auch vorgezogene Parlamentswahlen in Griechenland nicht aus. Dies seien Möglichkeiten bei einem Scheitern der Gespräche mit den Geldgebern über die griechischen Reformen.

«In unserem Hinterkopf sind diese Möglichkeiten (Volksabstimmung oder Wahlen)», sagte Dragasakis der Athener Sonntagszeitung «To Vima.» Dies wäre ein «Ausweg» (für die Regierung) im Falle, dass die Verhandlungen «in die Sackgasse» geraten. Athens Ziel sei aber der Verbleib des Landes im Euroland, fügte er hinzu. Auf die genaue Fragestellung eines möglichen Referendums ging er nicht ein.

Dragasakis gilt als Nummer Zwei in der Regierung des linken Premiers Alexis Tsipras. Er ist der Chef der Regierungsmannschaft, die die Finanz-und Wirtschaftspolitik entwirft. Die Geldgeber haben die noch fälligen Hilfen aus den Hilfsprogrammen von 7,2 Milliarden Euro auf Eis gelegt. Die Mittel sollen erst freigegeben werden, wenn Athen eine konkrete Liste von Reformen vorlegt und diese auch umsetzt.