Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen investieren etwas mehr Geld

Der deutsche Staat kann laut einem Bericht des "Handelsblatts" auch in den nächsten Jahren mit deutlich höheren Steuereinnahmen planen. Die Steuerschätzer würden am Mittwoch ihre Prognose um rund 60 Milliarden Euro anheben

Die außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland haben ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung leicht erhöht. Im Jahr 2015 investierten sie 12,5 Milliarden Euro und damit 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Die Einrichtungen, zu denen etwa die Helmholtz-Zentren oder die Fraunhofer-Institute zählen, trugen damit 13,8 Prozent der Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung.

Auf die Hochschulen entfielen laut den vorläufigen Berechnungen der Statistiker 17 Prozent der Ausgaben. Mehr als zwei Drittel (69,2 Prozent) des Gelds kam aus der Wirtschaft. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 90,3 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Dies entsprach einem Anteil von 2,98 Prozent am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Erklärtes Ziel in Deutschland ist es, jährlich drei Prozent des BIP zu erreichen.

Zu den außeruniversitären Forschungseinrichtungen gehören Einrichtungen von Bund, Ländern und Kommunen sowie öffentlich geförderte private Einrichtungen, die keinen Erwerbszweck verfolgen. Rund drei Viertel (76,4 Prozent) der außeruniversitären Forschungsausgaben im Jahr 2015 entfielen auf die gemeinsam von Bund und Ländern geförderten privaten Forschungseinrichtungen.

Dabei gaben laut der Statistik die Helmholtz-Zentren 4,2 Milliarden Euro aus, die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft 2,1 Milliarden Euro, die Institute der Max-Planck-Gesellschaft 1,8 Milliarden Euro und die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft 1,3 Milliarden Euro.

Fast die Hälfte (44,9 Prozent) aller Ausgaben für außeruniversitäre Forschung entfiel mit 5,6 Milliarden Euro auf die Naturwissenschaften. Mit 3,4 Milliarden Euro floss mehr als ein Viertel (27,4 Prozent) des Gelds in die Ingenieurwissenschaften. Auf die Humanmedizin entfielen mit 1,3 Milliarden Euro 10,2 Prozent der Ausgaben.