Audi Design-Chef respektiert BMW für die Erfindung des SUV-Coupés, aber ...

feedback@motor1.com (Adrian Padeanu)
Audi E-Tron Sportback Live Image

Marc Lichte sagt indirekt, dass er kein Fan davon ist, wie X2, X4 und X6 aussehen

Obwohl es bereits zuvor andere Modelle gab - den Suzuki X-90 von 1995 beispielsweise - wird der 2008 eingeführte BMW X6 landläufig als der Erfinder des SUV-Coupé-Segment angesehen. Seitdem hat der Münchner Autobauer beständig am Ausbau dieser Fahrzeug-Gattung gearbeitet. Wir blicken inzwischen auf die dritte Generation des X6 sowie die zweite Generation des X4. Außerdem hat man 2018 den kompakten Crossover X2 auf den Markt gebracht. Viele andere Autohersteller sind inzwischen ebenfalls auf den SUV-Coupé-Zug aufgesprungen. 

Audi gehört ebenfalls dazu. Deren Design-Chef Marc Lichte lobte BMW nun in einem Interview mit dem britischen Magazin Autocar für das Erschaffen dieser so erfolgreichen Nische, gab aber gleichzeitig zu, dass er kein großer Fan der X-Modelle ist: "Ich habe großen Respekt vor BMW. Dafür dass sie die Idee hatten, ein Coupé mit einem SUV zu kombinieren, aber ehrlich gesagt, mag ich es nicht." 

Er führt weiter aus, dass man sich bei Audi darüber Gedanken gemacht habe, wie man das Thema "in einer sehr attraktiven Art und Weise" gestalten könne. Der kürzlich veröffentlichte E-Tron Sportback sei das Ergebnis. Lichte erklärt auch, wie das Design des elektrischen SUV-Coupés zustande kam: "Wir nahmen den unteren Teil des E-Tron, trennten das Dach ab und setzten das Dach des A7 drauf. Sehr simpel."  

Audis neueste SUV-Coupés

Unabhängig davon, wie Lichte die Entwürfe des Segment-Gründers betrachtet, wächst es stetig weiter. Mercedes reagierte mit seinen GLC und GLE Coupés, Porsche nahm zuletzt das Cayenne Coupé in sein Portfolio auf und auch Audi hat inzwischen mit dem Q8 und dem Q3 Sportback mehrere dieser Crossover im Angebot.

Selbst Marken, die eher nicht dem Premium-Segment zugeordnet werden, bekennen sich mittlerweile zur stylisheren SUV-Alternative. Renault etwa bringt den schnittigeren Arkana, Toyota hat den ziemlich ausgeflippten C-HR, der gerade ein kleines Facelift erhalten hat und selbst VW will sich dem Cross-Coupé-Trend nicht mehr entziehen.