Auf 11.000 Metern Höhe: Eisbrocken trifft Windschutzscheibe eines Flugzeugs

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Ein Fest des Frustes war Weihnachten dieses Jahr für die Passagiere eines British-Airways-Flugs. Sie mussten die Feiertage in einem Flughafen verbringen, wo ihr Flieger notlanden musste. Ein Eisklumpen war gegen die Windschutzscheibe der Maschine geprallt.

Pilots Working in an Aeroplane During a Commercial Flight
Symbolbild: Getty Images

Riesenglück im Unglück und dann wieder großes Pech hatten die Passagiere und Crewmitglieder eines Fluges von London nach Costa Rica. Gegen die Maschine der Fluggesellschaft British Airways war ein Eisbrocken geprallt, deren Windschutzscheibe er stark beschädigte. Niemand kam zu Schaden, glücklich ging die Sache für die Beteiligten aber nicht aus. Doch von Anfang an.

Kurz vor Weihnachten passierte das erste Unglück. Die Boeing 777 hatte sich auf dem Flug vom Londoner Flughafen Gatwick nach Costa Rica befunden, wie die britische Boulevardzeitung Daily Mail berichtet, als auf einer Höhe von knapp 11.000 Metern ein Eisbrocken die Windschutzscheibe des Fliegers traf. Der Klumpen hatte sich von einem Flugzeug gelöst, der rund 300 Meter darüber geflogen war.

So sah die Windschutzscheibe der Boeing 777 nach dem Zusammenprall mit einem Eisklumpen aus: 

Odyssee in einem Flughafen

Der Unfall ging glimpflich aus. Den Piloten gelang es, die Maschine am Flughafen von San José notzulanden. Lange konnten die rund 200 Passagiere und die Crewmitglieder ihr Glück aber nicht genießen. Die Landung in der costa-ricanischen Hauptstadt war der Beginn des nächsten Martyriums. Die Reisenden wollten rechtzeitig zu Weihnachten zurück in London sein, doch das wurde ihnen von den Umständen gehörig vereitelt.

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Was folgte, war eine Irrfahrt sondergleichen. Die Reparatur der Windschutzscheibe beanspruchte mehr Zeit, als veranschlagt worden war. Es musste eine Übernachtung folgen – von 23. Dezember auf Heiligabend, wohlgemerkt – in einem Hotel, wo es Fast Food aus einem Fast-Food-Restaurant gab. Zu allem Übel ging dann auch noch der Plan schief, ein Ersatzflugzeug aus Jamaica umzuleiten, das die Passagiere nach London bringen sollte.

Das Elend fand letztlich ein Ende. Viel zu spät allerdings. Am 23. Dezember hätte der Flug BA2236 von San José nach London Gatwick abgehen sollen. 90 Minuten würde es dauern, bis die Maschine wieder einsatzbereit wäre, war den Passagieren versprochen worden. Es wurden 50 Stunden. Der erlösende Abflug fand am 26. Dezember statt, dem zweiten und letzten Weihnachtstag. Rohe Weihnachten erlebten dieses Jahr also die Beteiligten eines mehr als ungewöhnlichen Flugs.

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