Auf Stimmenfang: AfD bemüht sich um jüdische Wähler

Beatrix von Storch, Frauke Petry und Albrecht Glaser von der AfD – die Partei wirbt nun um Stimmen in jüdischen Gemeinden. (Bild: AP Images)


Die AfD will neue Wähler für sich gewinnen und geht laut der „Zeit“ nun gezielt in jüdischen Gemeinden auf Stimmenfang. Das Skurrile daran: In der Vergangenheit waren bereits mehrere Parteimitglieder mit antisemitischen Äußerungen aufgefallen.

Der US-amerikanische Architekt Peter Eisenman entwarf das Holocaust-Mahnmal in Berlin. (Bild: AP Images)

Björn Höcke, Landes- und Fraktionschef der AfD in Thüringen, hatte beispielsweise im Januar verlauten lassen, dass das Holocaust-Mahnmal in Berlin für ihn ein „Denkmal der Schande“ sei. Die Gedenkstätte mit ihren 2711 Betonstelen soll an die Millionen ermordeten Juden während der NS-Zeit erinnern.

Auch der AfD-Politiker Wolfgang Gedeon, Abgeordneter im baden-württembergischen Landtag, gab bereits mit antisemitischen Schriften seine feindliche Gesinnung gegenüber jüdischen Mitbürgern kund.

Trotzdem erhofft sich die AfD durch ihre Wähleroffensive Stimmen von jüdischen Mitbürgern. Insbesondere in Seniorenheimen bemühe man sich um neue Unterstützer. Jüdische Gemeindevertreter warnen jedoch davor, „sich von der antimuslimischen, hetzerischen Rhetorik der AfD umgarnen zu lassen.“

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