Auftritt: 4711-Parfüm überreicht

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen besucht Premiere der Fühlinger Wiesn

. Bei ihrem einstündigen Gastspiel im Fühlinger Festzelt blickte die Verteidigungsministerin - neben ihren Kindheits-Anekdoten aus dem Hause Albrecht, bizarren Stilblüten aus der Welt der Bürokratie, Seitenhieben auf Martin Schulz und dem Lob für Wolfgang Schäuble und seine schwarzen Haushalts-Null - auch auf ihre Zeit als Familienministerin zurück.

Sie sei froh, dass sich das Elterngeld durchgesetzt habe, betonte Ursula von der Leyen in ihrer einstündigen, recht pointierten und launigen Rede vor den rund 500 Gästen, größtenteils in Trachtenanzügen, Dirndln und Lederhosen, auf den Bierbänken der "1. Fühlinger Wiesn".

"Ich kann mich noch gut an die Empörung erinnern über das Elterngeld und die Vätermonate. Ich hörte die bayerischen Löwen brüllen, dass man kein Wickelvolontariat brauche", so die Ministerin in Anspielung auf die Kritik der Schwesterpartei CSU. "Heute jedoch nehmen über 30 Prozent der Väter Elternzeit - und raten Sie mal, in welchem Bundesland die Quote am höchsten ist...". Von Gisela Manderla, Direktkandidatin in Chorweiler, Nippes und Ehrenfeld, bekam sie eine Geschenkbox mit 4711-Parfümprodukten überreicht. "Nicht nur unsere Stadtgründerin Agrippina war eine Powerfrau, sondern auch Sie." Die Kandidatin schlug später, wie beim Vorbild in München der dortige OB, das Bierfass an; nach acht Versuchen hieß es "O' zapft is".

Zum ihrem ersten Oktoberfest hatte der CDU-Ortsverband Neue Stadt Chorweiler ins Zelt auf dem Schützenplatz an der Neusser Landstraße eingeladen - das, zweieinhalb Wochen vor der Bundestagswahl, natürlich nicht ganz frei von Wahlkampf war. Rund 500 Gäste - in großer Mehrheit Parteimitglieder und Angehörige - folgten der Einladung. Neben De Kläävbotze, De Räuber und dem krachledernen Sextett "Bayernmusi - mir spuin boarisch" sorgte das Overather Blasmusik-Ensemble "Blos Met" als Saalorchester auf der Bühne für den musikalischen Teil; draußen vor dem Zelt gab es Verpflegung vom benachbarten Veedels-Italiener "La Serenissima", zudem bayerische Schmankerln rund um Weißwurst und Brezn. Jedoch kein Weißbier oder Helles, sondern nur Kölsch. "Heute kommt aber keine Angela Merkel?" fragte ein kleiner Junge vor dem Zelt seine Mutter, vielleicht auch angesichts der zahlreichen Security- und Polizeikräfte auf dem Areal. "Wir haben das Fest vier Wochen im Voraus im kleinen Kreis durchgesprochen und organisiert", so ein Mitglied des Ortsverbands-Vorstands. "Es ist schon ein kleines Experiment, weil es das erste Mal stattfand. Aber es ist uns letztlich, glaube ich, gut gelungen." S o sei gut möglich, dass die Wiesn nächstes Jahr eine Neuauflage erlebe....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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