Mit dem Aufzug in den Weltraum

Firma in Japan träumt von 96.000 Kilometer langer Röhre ins All

Möglicherweise in vierzig Jahren schon ein Ziel für Touristen - die Ausblicksplattform auf die Erde. (Symbolbild: …Eine japanische Baufirma will womöglich einen tausende Kilometer langen Aufzug ins Weltall bauen. Die Firma Obayashi erklärte am Mittwoch, sie könne möglicherweise schon in 40 Jahren eine rund 96.000 Kilometer lange Röhre konstruieren, in der ein Hochgeschwindigkeitsaufzug Menschen ins Weltall befördern würde. Bis zu 30 Passagiere soll der Aufzug demnach mit einer Geschwindigkeit von rund 200 Kilometern pro Stunde in die Höhe katapultieren und ein Viertel der Strecke bis zum Mond zurücklegen lassen.

Nach gut einer Woche Fahrzeit kämen die Passagiere schließlich auf einer Plattform auf einer Höhe von 36.000 Kilometern über der Erdoberfläche an, entwarf Obayashi seine Zukunftsvisionen. Touristen würden dort aussteigen, aber Wissenschaftler könnten bis zum Ende fahren. "Menschen haben immer hohe Türme bewundert", begründete Projektleiterin Satomi Katsuyama die Idee eines Weltraumaufzugs.

Obayashis Experten zufolge ist ein solches Projekt technisch möglich. Das Unternehmen räumte indes ein, es könne die Kosten noch nicht einschätzen. Überdies gebe es noch keinen Investor und es sei auch noch nicht geklärt, wo die riesige Röhre auf der Erde gebaut werden könnte und wer sich in dem Aufzug in den Weltraum schießen lassen wolle.

Obayashi ist eine seriöse japanische Baufirma, die unter anderem mit dem Bau des "Stadium Australia" für die Olympischen Spiele in Sydney und für ihre Mitarbeit an der Konstruktion der U-Bahn in Dubai bekannt ist. Derzeit baut Obayashi an Japans höchstem Gebäude, dem Tokio Sky Tree mit einer Höhe von 634 Metern. Die Arbeiten sollen in Kürze abgeschlossen werden.

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