Augenzeugen berichten über Begegnungen mit den Attentätern

Die als Haupttäter verdächtigten Brüder Chérif (32) und Said Kouachi (34) stammen aus Paris. Foto: French Police

Kurz vor dem Großeinsatz in der französischen Gemeinde Dammartin-en-Goële trifft ein Augenzeuge auf die Attentäter. Er bestätigt den Eindruck, den andere Augenzeugen bereits zuvor von den beiden Männern hatten, so scheinen sie sehr professionell und ruhig zu sein.

In der Druckerei, in der die beiden Männern mindestens eine Geisel genommen haben, traf ein Geschäftsmann am Morgen auf die Terroristen. Gegenüber dem Sender "France Info" berichtete er, er habe einem von ihnen sogar die Hand geschüttelt. Er habe nur "Bonjour" gesagt, woraufhin der Terrorist erwidert habe: „Monsieur, wir erschießen keine Zivilisten.“ "Le Figaro" zitiert den Mann mit den Worten: "Ich habe im Lotto gewonnen, ich habe heute Morgen wirklich viel Glück gehabt."

Eine Journalistin von "Charlie Hebdo" sagte laut Medienberichten, die Attentäter hätten Frauen verschont. Ein Täter habe ihr gesagt: "Ich werde dich nicht töten. Du bist eine Frau. Aber denke darüber nach, was du tust! Es ist nicht richtig", sagte die Frau demnach. Danach habe der Attentäter seinem Bruder erklärt: "Wir erschießen keine Frauen!" Unter den Opfern sei allerdings auch die Kolumnistin Elsa Cayat.

Am Tag des Attentats trafen die beiden Brüder auf einen Mann und forderten ihn auf, aus seinem Wagen zu steigen. Sie hätten ihn mit einer Kalaschnikow bedroht und gesagt: "Steig aus deinem Wagen aus, wir brauchen ihn." Er beschrieb die beiden Täter als sehr ruhig, entschlossen und professionell. Am Ende hätten sie ihm gesagt: "Wenn jemand dich fragt, wer das war, sag ihnen, es war Al-Kaida im Jemen."

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