Ausblick des Chefstrategen von Merck Finck - „Die Wall Street preist bereits zunehmend einen Sieg von Donald Trump ein“

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Robert Greil, Chefstratege von Merck FinckMerck Finck

Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck, rechnet damit, dass die Märkte von einen Trump-Wahlsieg ausgehen. Bei der Wahl in Frankreich erwartet er ein Parlament ohne echte Mehrheit. Dazu kommen die wichtigsten Konjunkturdaten - allen voran die US-Inflationszahlen für Juni.

Mit Blick auf die zweite Runde der französischen Präsidentschaftswahlen am Sonntag könnte den Finanzmärkten in der kommenden Woche mehr Volatilität bevorstehen: „Kurzfristig dürften wir - vor allem, aber nicht nur in Frankreich - eine politisch dominierte Börse erleben“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck rechnet vor allem im Falle einer absoluten Mehrheit der Rechtsextremen mit erhöhter Volatilität, „die aus unserer Sicht nach dem ersten Wahlgang und den Entwicklungen seither aber unwahrscheinlicher geworden ist: „Wir rechnen mit einem Parlament ohne echte Mehrheit und damit mit deutlich schwierigeren weitreichenden politischen Entscheidungen in Frankreich - aber darauf ist der Markt vorbereitet“. Greil weiter: „Größer dürften die Auswirkungen der US-Wahl auf die Finanzmärkte sein - schließlich preist die Wall Street bereits zunehmend einen Trump-Sieg ein“.

Dünne Datenlage in der kommenden Woche

Im Vergleich zu den politischen Schlagzeilen dieser Tage sieht die makroökonomische Datenagenda für die kommende Woche dünn aus: In Deutschland werden am Montag die Handelsbilanz für Mai und am Donnerstag die endgültigen Inflationszahlen für Juni veröffentlicht. Für die Eurozone gibt es keine richtungsweisenden Daten und in Großbritannien werden am Donnerstag das Bruttoinlandsprodukt und die Industrieproduktion, jeweils für Mai, veröffentlicht.

US-Inflationszahlen für Juni stehen im Mittelpunkt

Das Daten-Highlight der Woche kommt am Donnerstag aus Amerika: die US-Inflationszahlen für Juni. Zuvor stehen am Dienstag ein Stimmungsindex für den Mittelstand und am Freitag die Erzeugerpreise für Juni sowie das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan für Juli auf der Agenda. In Asien schließlich werden am Mittwoch die japanischen Erzeugerpreise sowie die entsprechenden Daten aus China zusammen mit den Inflationszahlen und am Freitag die chinesische Handelsbilanz - jeweils für Juni - veröffentlicht.