Ausgebüxtes unternernährtes Bärenjunges in Südfrankreich wieder eingefangen

Glückliches Ende einer bangen Suche: Ein in Südfrankreich ausgebüxtes unternernährtes Bärenjunge ist wohlbehalten wieder eingefangen worden. Nach dem Tier war seit Sonntag gesucht worden

Glückliches Ende einer bangen Suche: Ein in Südfrankreich ausgebüxtes unternernährtes Bärenjunges ist wohlbehalten wieder eingefangen worden. "Douillous das Bärenjunge ist sicher", teilte die französische Jagd- und Wildtierbehörde ONCF am Mittwoch mit. Wildtierexperten fingen den fünf Monate alten Bären am Dienstag in der Nähe eines Bauernhofs ein. Das gerade einmal fünf Kilogramm schwere Jungtier war am Sonntagabend aus der Obhut seines Pflegers im Pyrenäen-Departement Tarn entwichen.

Ein Bauer entdeckte den Ausreißer in der Nähe eines Käfigs, in dem ein Köder platziert worden war. Er alarmierte die Behörden, die sofort mehrere Experten an den Ort der Sichtung schickten. Das entkräftete Junge versuchte noch, über die Felder zu türmen. Doch die Wildtierhüter waren schneller und wurden des kleinen Bären schließlich habhaft.

Das Jungtier war am 10. Juni völlig geschwächt in Couflens, einem Dorf an der spanischen Grenze, gefunden und in die Obhut eines Wildtierpflegers in Saint-Pierre-de-Trivisy, rund 100 Kilometer östlich von Toulouse, gebracht worden. Wie der Bär von dort entkam, blieb unklar. Er ist eigentlich noch auf Muttermilch angewiesen, aber war von seiner Mutter getrennt worden.

Ein zwölfköpfiges Team, darunter Wildtier-Experten, hatten seit Montag nach dem Bären gesucht. Die Öffentlichkeit wurde aufgerufen, jede Sichtung des Bärenjungen zu melden. Dem geschwächten Tier drohte der Tod.

Auf der französischen Seite der Pyrenäen leben etwa 50 Braunbären. Frankreich hatte dort trotz Kritik der örtlichen Landwirte vor 20 Jahren begonnen, Bären aus Slowenien auszuwildern, nachdem die ursprüngliche Bärenpopulation in der Region nahezu ausgerottet war.