Ausländische Investoren lieben den Standort Deutschland

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Deutschland ist bei Investoren beliebt

Deutschland wird für ausländische Investoren immer attraktiver. Einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney zufolge verdrängte die Bundesrepublik China von Platz zwei - das ist der beste Wert seit Start der jährlichen Studie 1998. Im vergangenen Jahr kam Deutschland noch auf den vierten Rang. Platz eins belegten zum fünften Mal in Folge die USA. China folgt auf Platz drei und Großbritannien auf Platz vier.

Die Ergebnisse mögen zunächst überraschen, wie die Autoren erklärten, weil sich in der Rangfolge 2016 Sorgen der Investoren angesichts des möglichen EU-Austritts von Großbritannien und der US-Präsidentschaftswahlen abgezeichnet hätten. Dass die USA nun ihre Spitzenposition hielten und Großbritannien sogar einen Rang zulegte, erklärten sie mit der schlichten Größe der Märkte beider Länder, transparenten Regeln und starker Technologie.

Außerdem könnten die von Trump versprochenen höheren Investitionen und niedrigeren Steuern für Unternehmen letztlich zu mehr Vertrauen führen, führten die Autoren aus. Auch die britische Regierung hat unter anderem erklärt, Großbritannien werde befreit von EU-Regulierungen aus dem Brexit hervorgehen. Beides könne zumindest kurzfristig positive Effekte haben, argumentierten die Autoren.

Für Deutschland erklärte A.T. Kearney, es sei denkbar, dass das Land einer der Gewinner des Brexit sein könne. Außerdem machten gute wirtschaftliche Aussichten und ein unternehmerfreundliches Umfeld die Bundesrepublik attraktiv für Investoren. Auf den weiteren Plätzen im Index folgten Kanada, Japan und Frankreich. Für die Jahresstudie befragt das Unternehmen regelmäßig die Vorstände der führenden internationalen Konzerne.

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