Ausraster am Sky-Mikrofon: Pál Dárdai wütet nach Reporter-Frage zu seinem Sohn

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Hertha-Trainer Pál Dárdai möchte nicht länger nach jedem Spiel auf seinen Sohn angesprochen werden. (Bild: 2021 Getty Images/Maja Hitij)
Hertha-Trainer Pál Dárdai möchte nicht länger nach jedem Spiel auf seinen Sohn angesprochen werden. (Bild: 2021 Getty Images/Maja Hitij)

Marton Dárdai ist nicht nur einer der aktiven Spieler bei Hertha BSC Berlin. Er ist gleichzeitig der Sohn von Hertha-Trainer Pál Dárdai. Die Tatsache, dass dies immer wieder in Interviews thematisiert wird, ließ den Vater am Wochenende ausflippen.

Verwandtschaftliche Beziehungen am Arbeitsplatz sind nicht immer leicht zu handeln. Davon kann auch der Bundesliga-Trainer von Hertha BSC Berlin ein Lied singen. In einem Interview mit dem Pay-TV-Anbieter Sky platzte Pál Dárdai nun der Kragen.

Ein Reporter hatte den 45-Jährigen nach Spielende auf den erneuten Starteinsatz seines Sohnes im Spiel gegen Leverkusen angesprochen. Dárdai reagierte sichtlich genervt: "Ich verstehe euch nicht. Warum diskutieren wir über dieses Thema? Ich habe 100-mal darum gebeten, das ist Quatsch."

Marton Dárdai (links) und seine Mannschaftskollegen von Hertha BSC konnten sich am Wochenende über einen 3:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen freuen. (Bild: 2021 Boris Streubel/Boris Streubel)
Marton Dárdai (links) und seine Mannschaftskollegen von Hertha BSC konnten sich am Wochenende über einen 3:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen freuen. (Bild: 2021 Boris Streubel/Boris Streubel)

Pál Dárdai: "In der Kabine ist das kein Thema"

Sein Sohn solle Aufmerksamkeit bekommen, wenn er gut spiele, und nicht weil er der Sohn des Trainers sei. Dárdai senior fuhr fort: "Er ist ein junger Spieler. Jeder junge Spieler darf Fehler machen." Er selbst habe "100-mal gebettelt", dieses Thema sein zu lassen, doch nun komme es schon wieder: "Was wollen Sie damit provozieren?", schimpfte er. Überhaupt gebe es das Wort "Trainersohn" nur in Deutschland. Die Wirklichkeit spiegele das nicht wieder: "Trainer und Spieler sind getrennt bei uns. In der Kabine ist das kein Thema."

Ende Januar hatte Pál Dárdai den Posten des Cheftrainers bei Hertha BSC nach seiner ersten Amtszeit (2015-2019) erneut übernommen. Sein 19-jähriger Sohn Marton stand in den vergangenen fünf Bundesliga-Spielen in der Startelf. Zuletzt mit Erfolg: Gegen Bayer Leverkusen kam die Mannschaft aus der Hauptstadt zu drei wichtigen Punkten im Abstiegskampf. Die Laune des Trainers hat der 3:0-Heimsieg aber offenbar nicht nachhaltig entspannt.