Ausschlussantrag eingegangen: AfD will Björn Höcke aus der Partei werfen

Offenbar konnte Frauke Petry das Ausschlussverfahren im Vorstand durchsetzen.

Der Richtungsstreit in der Alternative für Deutschland spitzt sich weiter zu. Prompt, als der Thüringer AfD-Landesverband am Freitag seine Delegierten für den Bundesparteitag Ende April in Köln wählte, bestätigte das Schiedsgericht der Partei: Der AfD-Bundesvorstand will den Thüringer Landeschef, Björn Höcke, tatsächlich aus der Partei werfen. Ein Ausschlussantrag sei per E-Mail eingegangen.

Höcke war im Februar nach seiner öffentlich heftig kritisierten Dresdner Rede zum deutschen Geschichtsverständnis auch von der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry gerügt worden. Offenbar konnte sie nun das Ausschlussverfahren im Vorstand – wo es umstritten war – durchsetzen. Allerdings betonte ein Sprecher des Schiedsgerichts, dass eine E-Mail nicht den Formalien genüge und dies daher nur eine Vorinformation sein könne.

So bleibt zunächst offen, ob Höckes Schlichtungsversuch gescheitert ist. Er hatte sich für Missverständnisse entschuldigt und ein Hausverbot für den Bundesparteitag in Köln akzeptiert.

Frauke Petry weiter unter Druck

Zugleich gerät jedoch auch Petry ihrerseits weiter unter Druck: Nach ihren bewusst vage gehaltenen Rückzugs-Überlegungen, die am Donnerstag bekannt geworden waren, bleibt Petry im Bundesvorstand ihrer Partei isoliert.

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