Ausschreitungen in Neapel bei Protesten gegen Ausgangssperre

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Polizisten errichten Barrikaden gegen Versammlungen in Rom
Polizisten errichten Barrikaden gegen Versammlungen in Rom

In Neapel ist es bei Protesten gegen die nächtliche Ausgangssperre zu schweren Ausschreitungen gekommen. Rund um den Beginn der Sperrstunde um 23.00 Uhr entzündeten Demonstranten am Freitag Rauchbomben, schleuderten Gegenstände auf die Polizei und setzten Mülltonnen in Brand. Mehrere hundert Menschen, viele von ihnen junge Leute, beteiligen sich an den Protesten. In den Onlinenetzwerken hatte es zuvor Aufrufe gegeben, dass die Einwohner sich über die Ausgangssperre hinwegsetzen sollten.

Die nächtliche Ausgangssperre zur Eindämmung des Coronavirus war von den Behörden für die italienische Region Kampanien, zu der Neapel gehört, mit Wirkung ab Freitagabend verhängt worden. Auch in den Regionen Lombardei und Latium wurden angesichts der wieder stark steigenden Infektionszahlen nächtliche Ausgangssperren verhängt - zu Latium gehört die Hauptstadt Rom. 

Landesweite Ausgangssperren lehnt Ministerpräsident Giuseppe Conte bislang ab. Am vergangenen Sonntag hatte er aber eine landesweite Sperrstunde ab Mitternacht für Bars und Restaurants verfügt.

dja