Ausstellung: Die Berliner Reinbeckhallen bieten Kunst mit Spreeblick

Die Reinbeckhallen in Oberschöneweide eröffnen als Kunstareal – mit einer Retrospektive auf Sibylle Bergemann.

Die Kunstkarawane zieht weiter. Dass Raum knapp wird im Zentrum, die Mieten steigen – ist kein Geheimnis. Platz gibt es noch, allerdings am Rande der Stadt: In Oberschöneweide, dem einstigen, seit den 90er-Jahren verlassenen AEG-Gelände, feiern die Reinbeckhallen ihre Neuentdeckung als Kunstareal – mit einer groß angelegten Hommage an Sibylle Bergemann. Hier sollen künftig unterschiedliche Ausstellungsformate entwickelt werden. Und: Gleich drei Ausstellungen sind der 2010 verstorbenen Fotografin und Ostkreuz-Mitbegründerin gewidmet.

Gut, schön und attraktiv ist die Gegend nicht, der Kiez ist an vielen Ecken noch trostlos, doch die Vorteile erkennt man schnell. Für Künstler gibt es viel Platz und einen tollen Blick auf die Spree. Mittlerweile leben rund 400 Künstler im Bezirk. Auf jede Atelier-Ausschreibung kommen 40 Bewerber. Und Prominenz ist bereits da: Der kanadische Sänger und Berlin-Fan Bryan Adams kaufte vor Jahren ein Hallenensemble, als das Areal noch unter dem Namen Schauhallen lief. Der Sänger will hier produzieren und einige Ateliers vermieten.

Für die weitere Entwicklung der Kunstszene dürfte Olafur Eliasson Magnetwirkung haben: Als Lager und Produktionsstätte möchte er die hintere Halle an der Reinbeckstraße zusätzlich zu seinem Atelier im Pfefferberg nutzen. Er hat zwar keinen direkten Spreeblick wie Kollegin Jorinde Voigt von ihrem Atelier in der vorderen Halle. Allerdings werden mit diesem bekannten Künstlernamen auch die Immobilienpreise vor Ort steigen.

Gleich ...

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