Australien fliegt kranken US-Bürger vom Südpol aus

McMurdo-Polarstation

In einem ungewöhnlichen Hilfseinsatz hat Australien einen kranken US-Expeditionsteilnehmer vom Südpol ausgeflogen. Das US-Antarktisprogramm habe Australien um Hilfe für den Mann gebeten, der dringend medizinische Behandlung brauche, erklärte die Australian Antarctic Division am Samstag. Daraufhin sei ein Medizinerteam von Tasmanien aus zur McMurdo-Polarstation im Osten der Antarktis geflogen, um den Mann abzuholen. Er wurde nach Christchurch in Neuseeland gebracht.

Was genau dem Mann fehlte, wollten die Behörden aller drei betroffenen Länder unter Verweis auf Vertraulichkeit nicht mitteilen. Es hieß lediglich, er sei ein Expeditionsteilnehmer und es bestehe keine gesundheitliche Gefahr für die Allgemeinheit.

Der Chef der australischen Antarktis-Einsätze, Charlton Clark, sprach von einem ungewöhnlichen Einsatz. An der McMurdo-Station hätten bei der Landung des Hilfsflugzeugs Temperaturen von gefühlt minus 30 Grad geherrscht. Um diese Jahreszeit seien die meisten Einrichtungen in der Antarktis normalerweise bereits für den Winter geschlossen.