Australische Polizei beschlagnahmt Rekordmenge an Crystal Meth

Crystal Meth wird von Holzbohlen entfernt

Die australische Polizei hat eine Rekordmenge von fast einer Tonne Crystal Meth beschlagnahmt. Der Verkaufswert der synthetischen Droge, die in einem Lager östlich von Melbourne entdeckt wurde, beläuft sich Schätzungen zufolge auf umgerechnet knapp 640 Millionen Euro, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zwei Verdächtige wurden festgenommen und müssen sich wegen Drogenschmuggels verantworten.

Die Modedroge wurde in 70 Kisten mit Holzbohlen aus China entdeckt, die in dem Vorort Nunawading im Bundesstaat Victoria lagerten. Mit dem spektakulären Fund sei ein "beispielloser Crystal-Meth-Tsunami" gestoppt worden, der andernfalls "unsere Straßen mit tödlichen Folgen" getroffen hätte, erklärte Justizminister Michael Keenan.

Wären die Drogen in den Straßenverkauf gelangt, hätte dies "Millionen von Deals" bedeutet, wobei "jeder einzelne Treffer potenziell ein Leben fordern, eine Familie zerstören und eine Gemeinde verwüsten kann", fügte der Minister hinzu.

Die Razzia erfolgte nach rund zweimonatigen Ermittlungen. Vor wenigen Tagen hatten Polizei und Zollbehörden bereits drei Vietnamesen in Melbourne festgenommen und 300 Kilogramm Crystal Meth beschlagnahmt.

Australien ist wegen der hohen Preise, die für Drogen gezahlt werden, ein attraktives Ziel für Schmuggler. So kann ein Kilogramm Crystal Meth den 80-fachen Preis von seinem Einkaufspreis in China erzielen, wie Justizminister Keenan erklärte. Die Zahl der Abhängigen steigt derweil immer weiter.

Premierminister Malcolm Turnbull begrüßte die jüngste Beschlagnahmung als "enorm". Sein Land arbeite international und national daran, "diese Händler des Todes" zu schnappen.

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