Auto mit fünf afrikanischen Migranten durchbricht Grenzposten nach Melilla

Neun Afrikaner gelangten am Freitag im Auto nach Melilla

Ein Auto mit fünf afrikanischen Migranten hat am Samstag einen Grenzposten zur spanischen Exklave Melilla im Norden Marokkos durchbrochen. Es war der zweite Vorfall dieser Art an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Am Freitag war ein Auto mit neun Migranten über die Grenze nach Melilla gelangt.

Bei dem Vorfall vom Samstag beschädigte das Auto nach Angaben der Behörden einen Grenzposten. Als der Wagen in Melilla angekommen war, sprang der marokkanische Fahrer heraus. Er wurde von der spanischen Polizei festgenommen. Im Wageninneren fanden die Polizisten fünf Afrikaner. Zwei waren im Kofferraum verborgen, zwei unter den Rücksitzen und einer im Armaturenbrett.

Das Durchbrechen der Grenze mit einem Wagen wurde schon wiederholt als Mittel zur illegalen Einwanderung nach Spanien eingesetzt, unter anderem im März.

Flüchtlinge aus Afrika versuchen immer wieder, über die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla an der Mittelmeerküste EU-Boden zu erreichen. Die beiden Exklaven haben die einzigen EU-Außengrenzen auf dem afrikanischen Kontinent. Im März kündigte die Regierung in Madrid an, sie wolle die Aufnahmekapazität für Flüchtlinge in Ceuta und Melilla von 4500 auf 8500 Plätze erhöhen.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen