AZ-Interview - EHC-Stürmer Mads Christensen: Das Ende aller Freundschaft

Matthias Kerber

Mads Christensen, Stürmer des EHC München, spielte lange in Berlin, die Eisbären sind nun Gegner im Halbfinale. In der AZ spricht er darüber, was ihn antreibt – und mathematische Unmöglichkeiten.

Der dänische Nationalspieler Mads Christensen ist seit 2014 beim EHC Red Bull München, davor spielte er bei den Eisbären Berlin. Im DEL-Halbfinale treffen die Teams ab Freitag (19.30 Uhr) aufeinander.

AZ: Herr Christensen, haben Sie eigentlich mit Ihren alten Teamkollegen bei den Eisbären Berlin Kontakt aufgenommen? Schließlich sind die ab Freitag Gegner Ihres EHC Red Bull in der Halbfinalserie. MADS CHRISTENSEN: Ich habe noch engen Kontakt mit Julian Talbot, Darin Olver und Konstantin Braun. Ich habe ihnen gratuliert, dass sie es geschafft haben, dass sie Mannheim ausgeschaltet haben. Aber klar ist auch: Jetzt ist die Freundschaft erstmal beendet, da werden auch Kumpels für mich zu Feinden. Ich bereite mich auf eine Schlacht auf dem Eis vor – und genau das wird es werden. Ich spiele jetzt erstmals in meinem Leben in den Playoffs gegen Berlin, das macht die Serie sicher noch ein bisschen spezieller für mich. Aber letztlich ist es mir egal, gegen wen wir spielen, wer auf der anderen Seite auf dem Eis steht. Wir wollen wieder Meister werden, da müssen wir schlagen, wer immer sich uns in den Weg stellt. So einfach ist das.

Die Freundschaft wird also erst nach dem Halbfinale wieder aktiviert? Ich hoffe es. Aber: So eine Halbfinal-Serie ist sehr intensiv, darin sind schon viele Dinge zerbrochen – auch Freundschaften. Wenn es so sein sollte, wäre es sehr schade. Im Moment zählt aber wirklich nur der Erfolg. Dem ordne ich alles unter. Ich liebe den Erfolg, aber noch mehr motiviert mich der Hass, zu verlieren.
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