AZ-Interview mit dem Orchester-Manager - Provisorische Philharmonie: Abstimmende Füße

Robert Braunmüller

Die Begeisterung für eine provisorische Philharmonie in Riem hält sich auch beim BR-Symphonieorchester in engen Grenzen.

München - Am 28. März wird der Kulturausschuss in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft beraten. Am 5. April dürfte der Stadtrat dann die Generalsanierung des Gasteig beschließen. Die Philharmonie müsste dann ab 2020 in ein Ausweichquartier umziehen.

Dafür ist ein Grundstück in Riem im Gespräch. Das betrifft auch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, weil der neue Saal im Werksviertel bis dahin kaum fertig sein wird. Die AZ hat mit Nikolaus Pont gesprochen. Der Wiener ist seit 2013 Manager des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, wo er seit 2008 als Leiter der Künstlerischen Planung wirkte.

AZ: Herr Pont, wie groß ist Ihre Begeisterung für Riem? NIKOLAUS PONT: Sehr überschaubar. Wenn wir im Gasteig nicht spielen können, hat das Auswirkungen auf zwei unserer Abonnement-Zyklen. Meine Loyalität gegenüber der Gasteig-Leitung ist groß, aber ich muss auch an unsere Abonnenten denken.

Sie befürchten, dass viele Besucher den Weg scheuen. Wer in Trudering oder Riem wohnt oder direkt an der U2, wird damit vielleicht weniger ein Problem haben. Aber beispielsweise von Wohngebieten wie Laim, Sendling oder auch Neuhausen aus ist es ein weiter Weg. Ein Konzertsaal in zentraler Lage ist von fast überall leichter und schneller erreichbar als einer an der Peripherie.
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