AZ-Serie "München nicht wie geplant" - Teil 3: Unser aller neues München

Christian Pfaffinger

Warum die Innenstadt seit dem Krieg immer für Diskussionen sorgt und warum das so gut ist.

München - So kaputt ist die Stadt, dass man es fast bleiben lassen will. Sollen die Ruinen der Altstadt halt stehenbleiben, das neue München errichten wir woanders. Vielleicht auf einem Kasernengrund oder gleich weiter draußen, am Ufer des Starnberger Sees?

Nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs sind das tatsächlich Überlegungen, die bei Politikern und Stadtplanern ernsthaft diskutiert werden. Genauso wie die Idee, dass, wenn man die Altstadt schon aufbaut, dann ganz anders. Auf einem Entwurf des Architekten Franz Holzbauer ist etwa der Marienplatz eingerahmt von Klotzpalästen. Stachus und Hauptbahnhof sind durch eine Reihe Hochhäuser verbunden. Alles rein zweckmäßig.

Was übrig war: ein amerikanischer Soldat 1947 in der Altstadt. Foto: AZ-Archiv

Beim Wiederaufbau setzen sich dann zwar die Traditionalisten durch, aber: Die Diskussion um die Innenstadt wird nie aufhören. Die Architektur, die Verkehrsmittel, die Fußgängerzone, die Radler – die City bewegt die Münchner. Schließlich ist ja jeder hin und wieder dort, ob er jetzt in Sendling, Hadern oder Gern wohnt.

Die Altstadt geht alle an – darum reden alle mit

Ein Glasscherbenviertel wie etwa die Au war die Altstadt nach dem Krieg nicht – sie war schlicht fast komplett zerstört. Weil sie aber alle bewegt, sind es hier in den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg nicht nur Bürgerinitiativen, die sich mit Planern um die Gestaltung streiten: Die Altstadt geht alle an – darum reden seit jeher auch viele Bürger mit.
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