Nach Streit: Stadt Köln sucht neuen Betreiber für Stollwerck-Bistro

Der Streit mit dem Integrationsverein „Club 68“ konnte nicht beigelegt werden.

Im Streit zwischen der Stadt und den Betreibern des Lokals im Bürgerhaus Stollwerck ist keine Annäherung gelungen. Das Bistro „Stollwercks Six Eight“ ist geschlossen worden.

Die Betreiber vom „Club 68“ haben es nicht auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen und sich mit einer kleinen Abschiedsparty verabschiedet. In der Stadtverwaltung war man offenbar bereits auf eine Räumungsklage vorbereitet.

Club kritisiert Stadt Köln

Der „Club 68“ verband den Auszug noch einmal mit Kritik an der Stadt: Sie habe einen Integrationsbetrieb scheitern lassen, weil sie zu keinem langfristigen Mietvertrag bereit gewesen sei. Die Stadt habe das Projekt nicht ausreichend unterstützt. Durch ihr „Geschäftsgebaren“ sei dem Verein „ein enormer wirtschaftlicher Schaden zugefügt“ worden.

So habe man auch keine Chance gehabt, an erforderliche Zuschüsse zu kommen, um den Betrieb langfristig zu sichern und dauerhaft Behinderte als Arbeitnehmer zu integrieren.

Zerrüttetes Verhältnis

Die Stadtverwaltung weist die Vorwürfe zurück, ohne sich zu den Details zu äußern. Hinter den Kulissen ist von einem lang anhaltenden Streit zwischen der Stadt als Vermieter und dem Bürgerzentrum auf der einen Seite und den Bistro-Betreibern auf der anderen zu hören.

Das Verhältnis sei zerrüttet. Außerdem soll der „Club 68“ seinerseits Vereinbarungen nicht eingehalten haben. Die Stadt hatte den Mietvertrag zum 30. März gekündigt. Der „Club 68“ hatte in Briefen Oberbürgermeisterin Henriette Reker erfolglos für Gespräche über eine Vertragsverlängerung geworben.

Stadt Köln hofft auf neuen Betreiber

Die Stadt hofft, einen neuen Betreiber zu finden. Es sei durchaus möglich, die Gastronomie in einem Bürgerzentrum als Integrationsbetrieb zu führen. Vor der Übernahme durch den „Club 68“ hatte das Lokal im Bürgerzentrum jahrelang leer gestanden.

Nutzer des Bürgerzentrums und Anwohner befürchten, dass die Räume und die Außengastronomiefläche am Trude-Herr-Park wieder längere Zeit verwaist bleiben könnten....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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