Bad im Präsidenten-Pool: Demonstrierende in Sri Lanka machen weiter Druck

Auch am Tag nach dem Sturm auf den Präsidentenpalast kommt Sri Lanka nicht zur Ruhe. Die Demonstrierenden denken nicht daran zu gehen, einige genießen sogar ein Bad im präsidialen Pool.

Nach dem Regierungschef hat zwar auch Präsident Gotabaya Rajapaksa seinen Rücktritt versprochen - allerdings erst für kommenden Mittwoch. Die Menschen wollen weiter Druck machen, bis er wirklich seinen Posten räumt.

Ein Mann sagt: "Es ist schön, dass wir es geschafft haben, uns unsere Freiheit zu erkämpfen und diesen sturen Präsidenten zum Gehen zu zwingen. Der Staatschef und der Premierminister hätten schon vor langer Zeit zurücktreten müssen, aber sie haben sich dem Willen der Bevölkerung widersetzt. Ich denke, wir haben den Sieg zu etwa 90 Prozent erreicht, also bleiben wir lieber hier, bis wir ihn zu 100 Prozent erreichen."

Seit Wochen rollte eine Protestwelle durchs Land. Sri Lanka leidet unter einer extremen Wirtschaftskrise. Es mangelt an Strom, Lebensmitteln, Treibstoff - an allem. Die Bevölkerung sieht die Verantwortung beim korrupten Rajapaksa-Clan, der sich 15 Jahre lang an der Macht hielt.

Inzwischen haben sich die Abgeordneten im Parlament auf eine Allparteienregierung verständigt. Die EU begrüßte das und rief alle Parteien zur Zusammenarbeit für einen friedlichen, demokratischen Übergang auf.

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