Badekappe für schwarzes Haar nicht für Olympia zugelassen

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Für viele ist es Rückschlag für Gleichstellung im Sport: Das Unternehmen Soul Caps, das Badekappen speziell für schwarzes Haar herstellt, wollte seine Sportswear auch für die Olympischen Spiele zertifizieren lassen - und wurde abgelehnt.

Afros, dichte Locken, Braids oder einfach natürlich krauses Haar: Die Haare von dunkelhäutigen Menschen sind in vielen Fällen voluminöser als die von weißen und haben andere Bedürfnisse, was das Styling angeht. Doch auch in anderen Bereichen brauchen sie eigene Produkte. Im Schwimmsport, wo das Haar unter engen Gummihauben eingepfercht wird, hat es lange gedauert, bis ein Unternehmen spezielle Kappen entwarf, unter denen auch schwarze Hairstyles Platz finden. 

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Soul Caps heißt die Marke, die ihre Badekappen nun auch Sportler für Olympia ausstatten wollten. Doch der internationale Schwimmverband (FINA) verweigerte die Zulassung für die Olympischen Spiele, wie das britische Blatt "Metro" berichtet. Die Begründung: Nach "bestem Wissen" der Organisation würden "die Sportler, die an internationalen Wettbewerben teilnehmen, Kappen dieser Größe oder Gestaltung weder brauchen noch verwenden". Eine weitere Begründung war, dass die Badekappen nicht geeignet seien, da sie sich "nicht der natürlichen Form des Kopfes anpassen". 

Die Gründer von Soul Cap zeigen sich enttäuscht

Das Regelbuch der Olympischen Spiele besagt, dass alle neuen Designs für Schwimmkappen von der FINA zugelassen werden müssen, bevor sie im Wettkampf getragen werden dürfen. 

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Die Gründer von Soul Caps, Michael Chapman und Toks Ahmed, zeigten sich tief enttäuscht von der Entscheidung. "Wir hatten gehofft, unsere Arbeit für mehr Vielfalt im Schwimmsport vorantreiben zu können, indem unsere Kappen für Wettkämpfe zertifiziert werden. Dann müssten sich Schwimmer auf jedem Level nicht zwischen dem Sport, den sie lieben, und ihrem Haar entscheiden", schreiben sie auf Instagram. "Für junge Schwimmer ist es enorm wichtig, sich zugehörig und gesehen zu fühlen. Die Ablehnung durch FINA könnte junge Sportler davon abhalten, den Sport auf Wettkampfebene weiterzuverfolgen."

Auch in den Kommentaren wird Unverständnis für die Entscheidung geäußert. "Ich glaube das einfach nicht. Euer Produkt war überfällig", heißt es dort. Oder: "Es wäre nicht mal schlimm, wenn sie eine berechtigte Begründung hätten, aber das ist einfach lächerlich." Andere hofften, dass sich namhafte Sportler gegen das Urteil aussprechen würden. Bislang blieb das noch aus. 

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