Baden-Württemberg unterstützt Bauern und Winzer wegen Frostschäden

Erfrorene Apfelblüten

Die grün-schwarze Landesregierung von Baden-Württemberg hat die Mitte April entstandenen Frostschäden im Wein- und Obstbau als Naturkatastrophe eingestuft und den betroffenen Bauern und Winzern finanzielle Hilfen zugesagt. Durch die Einstufung wird die Voraussetzung für eine staatliche Unterstützung geschaffen, wie die Landesregierung am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Der Umfang richtet sich nach den tatsächlichen Schäden, die erst zur Erntezeit feststehen.

In den Nächten vom 19. bis 21. April waren erhebliche Schäden im Wein- und Obstbau Baden-Württembergs durch einen Frosteinbruch entstanden. Laut dem Ministerium für Ländlichen Raum sind rund 7000 Hektar der insgesamt rund 28.000 Hektar Weinbauflächen "sehr stark geschädigt". Zudem sind demnach rund 6000 Hektar des Erwerbsobstbaus geschädigt und damit rund ein Drittel der Gesamtfläche.

Die Berichte aus den einzelnen Regionen zeichneten "teilweise ein katastrophales Bild", erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Das Land werde den betroffenen Betrieben deshalb zur Seite stehen. "Es geht um die Sicherung der Existenz von unverschuldet in Not geratenen bäuerlichen Familienbetrieben", hob Kretschmann hervor.

Die Landesregierung sieht nach Angaben des Ministerpräsidenten auch einen Zusammenhang zwischen den Frostschäden und dem Klimawandel. "Die Pflanzen treiben immer früher aus und werden damit anfälliger für Frühjahrsfröste", erklärte Kretschmann. Der Klimawandel stelle die Land- und Forstwirtschaft vor große Herausforderungen, bei deren Bewältigung diese auf die Unterstützung der Landesregierung angewiesen sei.

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