Hubertusbad Lichtenberg: Verlassener Berliner Badetempel braucht 30 Millionen Euro

Das Hubertusbad war ein Tempel mit Dampfbädern, Ruheräumen und Sonnendeck. Seit 1991 ist es geschlossen. Vielleicht nicht mehr lange.

Das Gebäude mit der beige-braunen, bröckelnden Fassade sieht unscheinbar aus. Dass sich dahinter ein spektakuläres Baudenkmal, ein im kubistisch-expressionistischen Stil gestalteter Badetempel mit Wannen- und Dampfbädern, Sauna und Sonnendeck verbirgt, ahnt man nicht. Seit 1991 ist das Hubertusbad geschlossen. Geöffnet wurde es danach nur noch sporadisch für Modeschauen, Filmaufnahmen, Ausstellungen oder an Tagen der offenen Tür.

Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) ist Eigentümer des Gebäudes. In einem aufwendigen Verfahren suchte das Landesunternehmen nach einem Investor, brach das Interessenbekundungsverfahren aber schließlich im vergangenen Herbst ergebnislos ab. Jetzt gibt es eine neue Initiative im Bezirk mit dem Ziel, das Denkmal wieder zugänglich zu machen. Am Donnerstag lud Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke) zu einer Besichtigung ein, ein Vertreter der BIM nahm ebenfalls teil. Das Unternehmen will jetzt eine Machbarkeitsstudie erstellen – und der Bezirk hofft, dass sich endlich etwas tut. Eine kulturelle Zwischennutzung kann sich Grunst vorstellen, die Frage ist halt nur: wer bezahlt das?

Schwimmhallen fehlen im Bezirk Lichtenberg

Angeschoben hatte die neue Initiative der Lichtenberger Abgeordnete Sebastian Schlüsselburg (Linke), für den das Thema Hubertusbad "leider eine unendliche Geschichte ist". Er hat einen runden Tisch initiiert, hofft, dass vielleicht sogar ein Badebetrieb wieder möglich ist. "Schwimmhallen fehlen im Bezirk", sagt Grunst bei der ...

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