Baerbock begrüßt bei Besuch in Australien Rückgabe von Kulturgütern an indigene Kaurna

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat während ihres Australien-Besuchs bei einer Zeremonie in Adelaide die Rückführung mehrerer Kulturgüter von Deutschland an Vertreter der indigenen Gemeinschaft der Kaurna begrüßt. (MICHAEL ERREY)
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat während ihres Australien-Besuchs bei einer Zeremonie in Adelaide die Rückführung mehrerer Kulturgüter von Deutschland an Vertreter der indigenen Gemeinschaft der Kaurna begrüßt. (MICHAEL ERREY)

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat während ihres Australien-Besuchs bei einer Zeremonie in Adelaide die Rückführung mehrerer Kulturgüter von Deutschland an Vertreter der indigenen Gemeinschaft der Kaurna begrüßt. Mit der Rückgabe eines Speers, eines Grabstocks, einer Keule und eines Netzes kehre auch die Geschichte der Kaurna nach Australien heim, erklärte Baerbock am Freitag im Onlinedienst X. "Wir sind dankbar und froh, sie nun zu Hause zu wissen."

Der Zugang zur eigenen Geschichte sei die Grundlage kultureller Selbstbestimmung, hieß es weiter. Daher treibe Deutschland gemeinsam mit Ländern, Kommunen und Museen die Rückgabe von Kulturgütern aus Kolonialkontexten voran. Die Kaurna stammen aus dem Gebiet um Adelaide.

Die vier Objekte waren bereits im August 2023 offiziell zurückgegeben worden. Baerbock hatte damals schon nach Australien reisen sollen. Sie musste die mehrtägige Reise aber wegen technischer Probleme an ihrem Flugzeug abbrechen.

Vor der Rückgabe waren die Artefakte zuletzt im Grassi Museum für Völkerkunde in Leipzig ausgestellt. Die deutschen Missionare Christian Gottlob Teichelmann und Clamor Wilhelm Schürmann hatten die Gegenstände in der Zeit von 1838 und 1839 im Auftrag der Evangelisch-Lutherischen Missionsgesellschaft Dresden gesammelt, wie aus einer Pressemitteilung auf der Website der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden hervorgeht. Die beiden Missionare erforschten damals auch die Sprache der Kaurna und dokumentierten sie durch Wortlisten.

Baerbock führt ihre Reise am Samstag in Neuseeland fort, die sie schließlich von Sonntag bis Dienstag nach Fidschi führt. Im Mittelpunkt von Baerbocks Besuchs stehen dem Auswärtigen Amt zufolge neben sicherheitspolitischen Fragen im Indo-Pazifik-Raum auch Themenbereiche wie Handel, Wirtschaft, Klima, Wissenschaft und Kultur.

oer/yb