Baerbock: Russland steckt hinter Hackerangriff auf SPD

Die Bundesregierung sieht Russland als Drahtzieher eines Hackerangriffs auf die SPD. "Staatliche russische Hacker haben Deutschland im Cyberraum angegriffen", sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne). (MICHAEL ERREY)
Die Bundesregierung sieht Russland als Drahtzieher eines Hackerangriffs auf die SPD. "Staatliche russische Hacker haben Deutschland im Cyberraum angegriffen", sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne). (MICHAEL ERREY)

Die Bundesregierung sieht Russland als Drahtzieher eines Hackerangriffs auf die SPD im vergangenen Jahr. "Wir können diesen Angriff vom letzten Jahr heute eindeutig der Gruppe APT28 zuordnen, die vom russischen Militärgeheimdienst GRU gesteuert wird", sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Freitag bei ihrem Besuch im australischen Adelaide. "Mit anderen Worten: Staatliche russische Hacker haben Deutschland im Cyberraum angegriffen. Das ist völlig inakzeptabel und wird nicht ohne Konsequenzen bleiben."

Der Gruppe APT28, auch als Fancy Bear bekannt, werden weltweit etliche Cyberangriffe vorgeworden. Gerade sei das sogenannte "nationale  Attribuierungsverfahren" zu der Cyberattacke abgeschlossen worden, sagte Baerbock, die bei einer Pressekonferenz an der Seite der australischen Außenministerin Penny Wong sprach.

Die SPD hatte den Hackerangriff auf die Parteispitze im Juni 2023 bekanntgemacht. Schon damals sagte SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert, es gebe "fundierte Anhaltspunkte dafür, dass die Attacke durch Angreifer aus Russland ausgeführt wurde". Nach Angaben einer Parteisprecherin sei von dem Angriff im Januar "eine einstellige Zahl von Email-Postfächern des SPD-Parteivorstandes betroffen gewesen". Es sei "nicht auszuschließen, dass es zu einem Abfluss von Daten aus vereinzelten E-Mail-Postfächern kam."

Baerbock holt gerade eine mehrtägige Reise nach Australien und Ozeanien nach, die sie im August vergangenen Jahres wegen technischer Probleme an ihrem Flugzeug hatte abbrechen müssen. Im Mittelpunkt des Besuchs stehen dem Auswärtigen Amt zufolge neben sicherheitspolitischen Fragen im Indo-Pazifik-Raum auch Themen wie Handel, Wirtschaft, Klima, Wissenschaft und Kultur.

oer/