Bahn-Mitarbeiter sollen zugunsten der Kunden auf ICE-Fahrten verzichten

Bahn-Mitarbeiter sollen Kunden den Vortritt lassen

Die mehr als 195.000 Beschäftigten der Deutschen Bahn sind aufgerufen, an bestimmten Tagen zugunsten der Kunden auf Fahrten mit dem ICE oder dem Intercity zu verzichten. Es gehe um sechs Tage in diesem Jahr, an denen besonders viele Menschen die Bahn nutzen, sagte eine Sprecherin der Bahn am Donnerstag. Dabei geht es etwa um Hin- und Rückreisen rund um Weihnachten, den Tag der Deutschen Einheit und Allerheiligen.

Auch Christi Himmelfahrt Ende Mai ist betroffen, dann findet in Berlin und Wittenberg der Evangelische Kirchentag statt. Die "Wirtschaftswoche", die am Donnerstag zuerst darüber berichtet hatte, zitierte aus einer Hausmitteilung von Fernverkehrschefin Birgit Bohle: "Ich bitte alle", an bestimmten Tagen "auf dienstliche oder private Fahrten in den ICE- und Intercity-/Eurocity-Zügen nach Möglichkeit zu verzichten".

Erstmals hatte Bohle dem Bericht zufolge Weihnachten 2016 an die Beschäftigten appelliert, auf ICE-Fahrten zu verzichten. Dem Bericht zufolge taten dies "viele Mitarbeiter". Wie die Sprecherin der Bahn ausführte, gibt es bereits eine grundsätzliche Sperrliste mit ausgewählten Zugverbindungen, die nicht von Bahn-Angestellten für private Fahrten genutzt werden können. Die Botschaft dieser Maßnahmen laute "Bitte lasst den Kunden den Vortritt".

Vollbeschäftigte zahlen pro Bahnfahrt einen Festpreis von 20 Euro für ein Zweite-Klasse-Ticket. 16 ICE-Fahrkarten gibt es pro Jahr geschenkt, hinzu kommen Freifahrten für Ehepartner und Kinder.

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