Bahncard 25 bringt manchmal mehr Rabatt als Bahncard 50

Ein exhibitionistisch veranlagter S-Bahnfahrer hat in München einen Mann und eine Frau sexuell belästigt. Die Bahn wies ihn laut Polizei an, das Fahrzeug abzustellen und seinen Dienst zu beenden. (Illustrationsfoto)

Inhaber der teureren Bahncard 50 müssen einem Bericht zufolge teilweise mehr für ihre Zugfahrkarten zahlen als Kunden mit der Bahncard 25: Das passiere etwa, wenn ein Reisender Sparpreis-Tickets buche und statt der Fernbahnhöfe Haltestellen aus dem Regionalverkehr angebe, berichtete der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe.

So kostet beispielsweise mit Bahncard 50 eine Fahrt von Hamburg Hauptbahnhof nach Berlin Friedrichstraße 29 Euro, für den Bahncard-25-Besitzer dagegen nur 21,75 Euro, da der Regional- und S-Bahn-Verkehr einbezogen wird. Außerdem fehle den Bahncard-50-Inhabern der "+City"-Bonus, der eine kostenlose Weiterfahrt innerhalb des Stadtgebiets erlaubt. Bucht der Bahncard-50-Kunde von Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof, zahlt er wiederum nur 21,75 Euro und bekommt den "+City"-Bonus.

"Was die Bahn macht, ist mindestens im Graubereich der Verbrauchertäuschung", sagte der Grünen-Abgeordnete Matthias Gastel dem "Spiegel". Die Bahn solle bei den Preisen das einhalten, was sie vorher ihren Fahrgästen verspreche, nämlich eine prozentuale Ermäßigung pro Ticket.

Die Bahn teilte dem "Spiegel" mit, mit den privaten Eisenbahnunternehmen sei leider noch keine Einigung über die Anerkennung der Bahncard 50 im Regionalverkehr erzielt worden. Die Verhandlungen dazu liefen noch.

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