Bald Eurozonen-Land: Kroatien darf schon Euro-Münzen prägen

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Der Moment, auf den Kroatien sehnsüchtig wartet, ist gekommen. In der Erwartung des baldigen Beitritts zur Eurozone darf das Land schon mit Prägung seiner eigenen Euro-Münzen beginnen.

Allerdings bedeutet das nicht, dass der weitere Weg zur Währungsunion mit Abkürzungen versehen ist, heißt es bei den Verantwortlichen in Brüssel.

Er begrüße den politischen Willen Kroatiens, trotz vieler Hürden und Rückschläge schon 2023 den Euro einzuführen, sagte EU-Kommissions-Vizepräsident Valdis Dombrovskis. Doch dieses Datum werde nur möglich sein, wenn das Land alle Konvergenzkriterien erfülle.

Kroatiens wirtschaftliche Haupteinnahmequelle ist der Tourismus. Deswegen rechnet sich Zagreb bei der Währungsunion zahlreiche Vorteile aus. Und die Zustimmung in der Bevölkerung zur Einheitswährung ist im Laufe des vergangenen Jahres von 41 auf 45 Prozent gestiegen.

Doch um der Eurozone beizutreten, muss ein Land vier Kriterien erfüllen. Inflation unter Kontrolle, stabile öffentliche Finanzen, die Kopplung der eigenen Währung an den Euro in den zwei Jahren vor einem Beitritt sowie strikte Zielvorgaben bei langfristigen Zinsen.

Kroatiens Wirtschaft ist klein: die 22ste unter den 27 Mitgliedsstaaten, 55 Mal kleiner als die von Deutschland. Wirtschaftlich bedeute der Beitritt Kroatiens fast nichts, meint daher Daniel Gros von der Denkfabrik CEPS. Doch politisch gebe es die Botschaft, dass der Euro weiterhin attrativ sei. Staaten wollten den Beitritt, auch wenn die Bedingungen härter geworden seien.

Gute Aussichten für Kroatien also. Der Kuna dürfte damit schon bald Geschichte sein.

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