Banken der Eurozone sitzen auf immer mehr faulen Krediten

Stuttgart (dapd). Die Banken in der Eurozone kämpfen mit einem wachsenden Berg an faulen Krediten. Nach einer Schätzung des Beratungsunternehmens Ernst & Young werden die Banken in diesem Jahr 918 Milliarden Euro an notleidenden Krediten in ihren Büchern haben. Das seien zehn Prozent mehr als im Vorjahr und entspreche 7,6 Prozent der gesamten Kreditsumme. Hintergrund sei, dass angesichts der schwachen Wirtschaftsentwicklung immer mehr Unternehmen und Bürger in der Eurozone ihre Kredite nicht mehr fristgerecht zurückzahlen können.

Besonders stark betroffen seien die Banken in Spanien und Italien, wo in diesem Jahr 15,5 beziehungsweise 10,2 Prozent der vergebenen Kredite ausfallgefährdet seien. In Deutschland sehe es dagegen deutlich besser aus. Wegen der relativ starken Wirtschaft liege der Anteil fauler Kredite in deutschen Geldhäusern bei nur 2,7 Prozent.

dapd

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