Bankenverband reformiert Sicherungsfonds für Kundengelder

Der Bankenverband hat eine Reform seines freiwilligen Sicherungsfonds für Kundengelder beschlossen. Für Privatleute und Stiftungen ändert sich laut Bankenverband nichts

Der Bankenverband hat eine Reform seines freiwilligen Sicherungsfonds für Kundengelder beschlossen. Ab Oktober seien "bankähnliche Kunden" wie bestimmte Wertpapierfirmen und Finanzinstitute sowohl Bund, Länder und Kommunen nicht mehr über den Fonds abgesichert, teilte der Bankenverband am Mittwochabend nach einer entsprechenden Abstimmung seines Delegiertenverbandes mit. Bei Unternehmen, Versicherungen und halbstaatlichen Stellen werde die Absicherung von Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen gestrichen.

Für Privatleute und Stiftungen ändert sich laut Bankenverband nichts. "Der volle Schutz bleibt ohne Einschränkungen erhalten", erklärte der Präsident des Bankenverbands, Hans-Walter Peters.

Der freiwillige Sicherungsfonds der Branche schützt das angelegte Kundengeld, wenn eine Bank in finanzielle Schieflage gerät. Abgesichert sind in der Regel eine Million Euro pro Kunde und Bank. Bei vielen Geldhäusern liegt die Grenze laut Bankenverband noch höher.

Hintergrund der Reform sind den Angaben zufolge gestiegene Kosten für Banken durch Regulierungsmaßnahmen und das veränderte Anlageverhalten bestimmter Investorengruppen. Mit der Neuregelung werde die Finanzkraft des Sicherungsfonds "für jene Kunden, die tatsächlich Schutz bedürfen", gestärkt.

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