Barbara Schöneberger kritisiert Political Correctness: "Es war früher lustiger"

teleschau
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Früher war nicht alles besser, nach Ansicht von Entertainerin Barbara Schöneberger aber zumindest vieles lustiger. Ein Grund dafür sei die Sensibilität durch Political Correctness im Humor, wie die Moderatorin in einem Interview behauptete.

Diversität, Gendergerechte Sprache und ein Eintreten für Toleranz: Political Correctness (PC) gehört bei vielen Medien und Veranstaltungen zum guten Ton. Entertainerin Barbara Schöneberger sieht PC zumindest in Sachen Humor aber auch kritisch. "Wenn Klischees jetzt auf den Index der persönlichen Verletzung fallen, jede Aussage überprüft wird, wird's schwierig", kritisierte die 46-Jährige gegenüber der "Welt am Sonntag". Im selben Interview kommt die Moderatorin, Schauspielerin und Sängerin gar zu einem ernüchternden Fazit: "Machen wir uns nichts vor: Es war früher lustiger."

Was genau sie damit meint, führt sie anschließend anhand eines Beispiels aus. Während sie früher Galas moderiert habe, bei denen Champagner vom Fass serviert wurde, werde heute viel Wert darauf gelegt, bereits zu Beginn der Veranstaltung mitzuteilen, dass die Toilettenspülung mit Regenwasser funktioniere oder "E-Golfs für den VIP-Shuttle" zum Einsatz kämen. Grundsätzlich sei das auch alles in Ordnung für sie, stellt Schöneberger klar. Inzwischen dominiere allerdings "eine komplett andere Sensibilität den Humor: Einfach mal lachen ist nicht mehr."

Ob sie als Frau in ihrer Karriere mit Diskriminierung zu kämpfen hatte? Gegenüber der "Welt am Sonntag" betäuerte Barbara Schöneberger, dass sie auf keinerlei Widerstände getroffen sei - "zumindest keine, die mich von etwas abgehalten hätten". Zwar musste auch die 46-Jährige Rückschläge hinnehmen, diese seien aber nicht auf ihr Geschlecht zurückzuführen gewesen.

Barbara Schönbeberger zum Gender-Thema: "Irgendwann ist auch mal Schluss"

Mit ihrer Haltung zu gesellschaftlichen Themen hatte die Entertainerin auch zuvor schon Schlagzeilen gemacht. So hatte ein Instagram-Video für ihr Magazin "Barbara", in dem die Moderatorin Männern empfahl, sich lieber nicht zu schminken, einen Shitstorm ausgelöst. "Irgendwann ist auch mal Schluss" und "Männer sind Männer" hatte sie damals in die Kamera gesagt.

Am Dienstag, 24. November, ist Schöneberger in "Her Story", einer exklusiven Doku-Reihe über starke prominente Frauen, zu sehen. Die insgesamt sechs Folgen, darunter ein Best-Of, sollen immer dienstags um 21.50 Uhr auf Sky One und Sky Ticket laufen. Zudem stehen sie zum permanenten Abruf bereit. Die Folgen widmen sich neben Barbara Schöneberger zudem Köchin Sarah Wiener, Influencerin Stefanie Giesinger und Schauspielerin Anna Loos.