"Bares für Rares XXL": Fünf-Euro-Flohmarktfund ist 60.000 Euro wert!

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Schloss Johannisberg im Rheingau öffnete seine Pforten für Horst Lichter und seine XXL-Ausgabe von "Bares für Rares". Genau die richtige Kulisse für eine echte Flohmarkt-Sensation kaiserlicher Herkunft!

Horst Lichter erfährt, dass der Flohmarktfund nur fünf Euro gekostet hat. (Bild: ZDF)
Horst Lichter erfährt, dass der Flohmarktfund nur fünf Euro gekostet hat. (Bild: ZDF)

"Wofür ist denn das Ding?", fragte Horst Lichter die Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel angesichts eines undefinierbaren Gefäßes. "Das ist ein Kovsh, ein traditionelles russisches Trinkgefäß", klärte Rezepa-Zabel auf. Sabine Riemer aus Hattingen machte kein Geheimnis aus dem Kaufpreis, denn sie bekam das kuriose Ding auf dem Flohmarkt für fünf Euro. Silber, innen vergoldet - den Preis konnte die Expertin kaum glauben. Denn es wurde noch besser: "Es handelt sich hier um ein Ehrengeschenk des kaiserlichen Hofes." Genau gesagt: "Ausgegeben hat dieses Stück Katharina die Große."

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Horst Lichter konnte das kaum glauben: "Ach, hör auf!" Doch ein Stempel wies eindeutig auf das Jahr 1763 hin. "Mein Gott! Das ist ja unfassbar! Für fünf Euro!" Rezepa-Zabel unterbrach seinen Freudentaumel: "Das ist noch nicht alles!" Denn an der Außenseite stand eine Widmung von Katharina der Großen an den Donkosaken Andre Diatschkin. "Ich bin schwerst begeistert. Das ist ein echt museales Stück", staunte Lichter. Rezepa-Zabel nickte: "So ein Stück findet man tatsächlich im Moskauer Kreml oder auch in der Eremitage." 

russische Kovsh bei Barres für Rares XXL, stammt aus dem Zarenhaus von Katharina der Großen
Dieser russische Kovsh stammte aus dem Zarenhaus von Katharina der Großen. (Bild: ZDF)

"Das war eine Verzehntausendfachung!"  

Bei all diesen Informationen blieb der Verkäuferin der Mund offen stehen. Trotzdem hatte sie mit ihrem Wunsch von 15.000 Euro wohl schon eine Vermutung, in welche Richtung der Verkauf gehen könnte. Heide Rezepa-Zabel ging sogar noch höher: "Ich muss hier einen Marktpreis nennen, der weit höher liegt. Und zwar 40.000 bis 60.000." Frau Riemer rang um Luft: "Schnappatmung!" Horst Lichter kriegte sich kaum noch ein: "Ich würde mal sagen, das waren die bestinvestiertesten fünf Euro, die es überhaupt jemals gegeben hat!" Die Expertin jubelte mit: "Das war eine Verzehntausendfachung!" Die Verkäuferin atmete tief durch: "Ich muss das jetzt erst mal verdauen."

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Dass das Gefäß aus dem Zarenhaus stammte, mussten auch die Händlerinnen und Händler erst sacken lassen. Daniel Meyer ahnte: "Vielleicht müssen wir einen historischen Preis bieten heute." Susanne Steiger stellte sich vor: "Allein der Gedanke, zu wissen, wie Katharina das in Händen gehalten haben muss. Das finde ich phänomenal." Die Preisfindung war für ein derart einzigartiges Stück jedoch sehr schwierig. Aufgrund des Schätzwerts entschied Daniel Meyer: "Ich würde die 20.000 geben." Wolfgang Pauritsch ging mit. Bei 29.000 Euro bekam Daniel Meyer schließlich den Zuschlag - und Applaus für den spannenden Kauf.

Walter Lehnertz, Susanne Steiger, Wolfgang Pauritsch, Dr. Elisabeth Nüdling, Daniel Meyer und Fabian Kahl
Walter Lehnertz, Susanne Steiger, Wolfgang Pauritsch, Dr. Elisabeth Nüdling, Daniel Meyer und Fabian Kahl haben genug Bares für die Raritäten dabei. (Bild: ZDF/Sascha Baumann)

Tolle Raritäten im Schatten des Kovsh 

Dagegen wirkten die anderen Raritäten der XXL-Ausgabe trotz beachtlicher Kaufpreise wie günstiger Trödel: Ein erotisches Gemälde von Arthur Segal aus dem Jahr 1932 erzielte den Wunschpreis von 8.000 Euro. Ein Näh-Etui in Form einer Muscheldose aus der Zeit zwischen 1815 bis 1830 brachte mit 550 Euro den Schätzpreis. Ein sechsteiliger Puzzletisch aus dem Jahr 1957 blieb mit 2.800 Euro knapp unter der Expertise.

Ein gut erhaltener Raubvogel aus Rosenthal-Porzellan von 1938 erreichte mit 1.500 Euro den unteren Schätzwert. Dafür bekam der Verkäufer eines Tretautos der Volkspolizei aus den 1970er- oder 80er-Jahren mit 1.300 Euro mehr als erwartet, ebenso die Verkäuferin eines Reisebestecks aus vergoldetem Silber aus der Zeit zwischen 1838 und 1854, die mit 3.500 Euro nach Hause gehen durfte.

Händler unterschätzen Pilawas Rarität 

Für Spaß im Händlerraum sorgte Promi-Trödler Jörg Pilawa, der eine handkolorierte Landkarte von Frederik De Wit aus dem Jahr 1680 aus seiner Sammlung veräußern wollte. "Ja, Herr Pilawa, willkommen", gab es im Händlerraum ein großes Hallo. "Du hast auch was Gescheites mitgebracht", ließ Walter Lehnertz seinen Eifeler Charme spielen. Pilawa zeigte sich überrascht vom Ablauf der Trödel-Show: "Ich habe ja immer gedacht, ihr wisst vorher alles. Aber ihr wisst ja gar nichts! Das finde ich so Hammer!"

Die Gebote im dreistelligen Bereich verrieten tatsächlich die Ahnungslosigkeit der Händlerinnen und Händler. Bei 750 Euro meinte Lehnertz: "Also ich denke auch, wir haben die Expertise erreicht." Weit gefehlt! Der Quizmaster verriet den Schätzpreis: 5.500 bis 6.500 Euro. Wolfgang Pauritsch entgleisten die Gesichtszüge: "Da lag ich voll daneben." Lehnertz: "Also, ich habe wirklich gedacht, wir sind schon richtig gut dabei. Das war mir eine Lehre." Dann lachte Pauritsch über sein eigenes Unwissen: "Aber jetzt muss ich nochmal zurück zu Ihrem Auftritt kommen. Sie sind hier hereingekommen und sagen zu uns: Ihr habt ja wirklich keine Ahnung. Dieses Mal stimmt es ja wirklich!" Am Ende erreichten die Gebote doch noch das richtige Level und Lehnertz gab 6.680 Euro aus. Das Geld wollte Pilawa an eine Kinderklinik spenden.

Im Video: 10 der kuriosesten Raritäten und Fundstücke bei "Bares für Rares"

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