Basketball: Quali: Mega-DBB-Comeback gegen Serbien

In diesem Jahr werden die Startplätze für die Basketball-Weltmeisterschaft erstmals über eine Qualifikationsrunde ausgespielt. Zuvor entschied sich die Teilnahme der Teams über ihre Platzierungen in den vorausgegangenen Wettbewerben. Bei SPOX erfahrt ihr alles über den neuen Modus, die Termine und natürlich das DBB-Team.

In diesem Jahr werden die Startplätze für die Basketball-Weltmeisterschaft erstmals über eine Qualifikationsrunde ausgespielt. Zuvor entschied sich die Teilnahme der Teams über ihre Platzierungen in den vorausgegangenen Wettbewerben. Bei SPOX erfahrt ihr alles über den neuen Modus, die Termine und natürlich das DBB-Team.

Wann und wo findet die WM statt?

Die Weltmeisterschaft findet zwischen dem 31. August und dem 15. September statt. Der Gastgeber ist China.

Warum findet die WM 2019 und nicht 2018 statt?

Die FIBA entschied sich dafür die WM, die nach altem Turnus eigentlich 2018 hätte stattfinden sollen, um ein Jahr nach hinten auf das Jahr 2019 zu verschieben. Mit der Verschiebung auf ungerade Jahre möchte der Verband die Aufmerksamkeit für die Weltmeisterschaft sowie die Einnahmen der nationalen Verbände erhöhen.

Zuvor fand das Turnier in geraden Jahren und nahezu parallel mit der Fußball-Weltmeisterschaft statt. Außerdem wurde die Teilnehmerzahl von 28 auf 32 erhöht. Die Qualifkationsrunde wird nun eigens ausgespielt.

Wie funktioniert die neueingeführte Qualifikation?

Zuvor qualifizierten sich die Teilnehmer vorwiegend über die Platzierungen in den vorangegangen Wettbewerben. Die nun eingeführte Qualifikation findet über das ganze Jahr verteilt statt.

Bis auf das Gastgeberland der WM 2019, China, müssen sich alle Mannschaften für die Endrunde qualifizieren, gesetzte Teams gibt es nicht. Die Teilnehmerzahl pro Kontinent wurde bereits festgelegt, die Qualifkation findet jeweils auf Ebene der Kontinentalverbände statt.

Kontinentalverband Qualifikationsteilnehmer WM-Startplätze
FIBA Afrika 16 5
FIBA Amerika 16 7
FIBA Asien / Ozeanien 16 7 (+China)
FIBA Europa 32 12
Gesamt 85 32

In der FIBA Europa Qualifikation sind 32 Nationen vertreten, die zwei Runden überstehen müssen, um bei der WM dabei zu sein.

Phase 1

Die 32 europäischen Mannschaften werden auf acht Gruppen mit jeweils vier Teams aufgeteilt. Der jeweils Gruppenletzte scheidet aus. Klingt nach Langeweile in der ersten Phase, doch dem ist nicht so, da die Teams ihre Punktzahl in die nächste Phase mitnehmen. Es gibt jeweils ein Hin- und Rückspiel. Im Juni dieses Jahres finden die letzten Spiele der 1. Phase statt.

Phase 2

Nach kurzer Kopfrechnerei ist klar, dass insgesamt 24 Teams die zweite Phase erreichen. Diese werden nun in vier Sechser-Gruppen aufgeteilt. Auch hier gibt es sowohl Hin- als auch Rückspiel. Die Spiele werden im September und November 2018 sowie im Januar 2019 stattfinden. Die drei besten Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für die WM.

Die aktuelle Tabelle der deutschen Gruppe

Platz Team Spiele Siege Niederlagen Punkte für Punkte gegen Punktdifferenz Punkte
1 Deutschland 6 6 0 508 414 +94 12
2 Serbien 6 4 2 514 449 +65 10
3 Georgien 6 2 4 460 495 -35 8
4 Österreich 6 0 6 394 518 -124 6

Wie lief die Hinrunde der Qualifikation?

Im Auftaktspiel gegen Georgien - gleichzeitig das Pflichtspieldebüt für Bundestrainer Henrik Rödl - setzten sich die deutschen Basketballer ohne zahlreiche Leistungsträger durch. Endstand: 79:70. Bester Werfer war Robin Benzing mit 25 Punkten.

In der zweiten Partie in Österreich wurde ebenfalls ein Sieg eingefahren. Das Team um den besten Werfer Johannes Thiemann (17 Punkte) erteilte dem Nachbarn eine Lehrstunde - 90:49.

Im dritten Hinrundenspiel gegen Serbien empfing das DBB-Team den vermeintlich stärksten Gegner der Gruppe. In einem hart umkämpften Spiel mit hoher Intensität, konnte sich das Team von Coach Rödl am Ende nur knapp mit 79:74 durchsetzen. Bester Scorer auf Seiten der Deutschen war Robin Benzing mit 17 Zählern. Auch Isaiah Hartenstein konnte zweistellig Punkten und kam am Ende auf 11 Zähler.

Das letzte Spiel gegen Georgien konnte die DBB-Elf mit 87:77 für sich entscheiden. Auch Österreich war in Braunschweig kein Problem für das DBB-Team. Dennis Schröder erzielte in seiner Heimat 25 Punkte und führte seine Farben zu einem souveränen 85:63-Erfolg.

Im letzten Spiel der Gruppenphase mussten die Deutschen zum wohl schwersten Spiel der Gruppenphase nach Serbien reisen. Angeführt von den deutschen NBA-Spielern Kleber (24 Punkte) und Schröder (14 Punkte) feierte das DBB-Team im letzten Viertel ein Monster-Comeback und sicherte sich so mit einem 88:81 Erfolg den Gruppensieg.

Der Streit zwischen der EuroLeague und der FIBA

Bei der WM-Qualifikation werden die besten Spieler Europas nicht mitspielen können. Warum? Dass die NBA-Spieler von ihren Vereinen keine Freigabe für Länderspiele während der Saison bekommen, ist bekannt.

Doch auch die FIBA und die EuroLeague können sich nicht auf einen abgestimmten Spielplan einigen. Die FIBA verschob die Länderspiele auf Freitag, nachdem zuvor sowohl EuroLeague als Qualifikation am Donnerstag stattgefunden hätte.

Der Vorschlag beinhaltet, dass die EuroLeague-Spiel auf Dienstag verschoben werden. Der Antrag wurde von der EL allerdings abgelehnt. Für die EuroLeague scheint es nur eine mögliche Lösung geben: Die Nationalmannschaft spielt ausschließlich in der Sommerpause. Der DBB und die BBL unterstützen die Ansichten der FIBA.

Der deutschen Nationalmannschaft fehlen dadurch beispielsweise Maodo Lo (Brose Bamberg), Tibor Pleiß (Valencia) oder Johannes Voigtmann (Baskonia).

Der DBB-Kader im Überblick

Bundestrainer Henrik Rödl musste für das Spiel gegen Serbien auf Dominic Lokhart (BG Göttingen) und Robin Amaize (medi Bayreuth) verzichten.

Ismet Akpinar (ratiopharm ulm), Danilo Barthel, Maik Zirbes (FC Bayern München), Robin Benzing (s.Oliver Würzburg), Isaac Bonga (Fraport Skyliners), Bastian Doreth, Andreas Seiferth (medi Bayreuth), Niels Giffey, Joshiko Saibou (Alba Berlin), Isaiah Hartenstein (Rio Grande Valley Vipers), Andreas Obst (Rockets), Karsten Tadda (EWE Baskets Oldenburg)

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