Bauarbeiten an Nord-Süd-Bahn: Feuerwehr auf Bonner Straße bald im Dauer-Stau?

Anwohner der Bonner Straße fürchten kein Durchkommen mehr für Rettungsfahrzeuge.

Eine Sorge macht die Runde unter den Anwohnern im südlichen Abschnitt der Bonner Straße. Die Baustelle für die Nord-Süd-Stadtbahn steht vor der Tür.

Im Herbst geht es mit den Bauarbeiten in Bayenthal und Marienburg los

Im Herbst sollen dafür die nötigen Bäume gefällt werden, anschließend Gleise in der Mitte der Straße verlegt werden, Haltestellen mit Bahnsteigen errichtet, Übergänge und Kreuzungen neu gestaltet werden. Zwischen Schönhauser Straße und Gürtel fällt ein Fahrstreifen je Richtung weg. Viele fürchten, dass permanenter Stau die Folge sein wird – schon während der Bauzeit.

Weil die nächste Feuerwache am Militärring liegt, sorgt sich so mancher, ob die Rettungswagen und Löschfahrzeuge die Straße im Notfall noch passieren können werden.

Rettungsfahrzeuge könnten nicht mehr auf Gegenfahrbahn ausweichen

„Bisher weichen die Krankenwagen oft auf die Gegenfahrbahn aus, wenn Stau ist“, sagt etwa Gerhard Lange. Er wohnt an der Bonner Straße und beobachtet das Geschehen vor seinem Haus aufmerksam. Wie soll das funktionieren, wenn die Bahn in der Mitte der Straße fährt, die Bahnsteige ein Überqueren der Gleise an vielen Stellen unmöglich machen? Er sei nicht der einzige, der sich diese Gedanken macht.

Lange engagiert sich in den Bürgerinitiativen, die die Pläne der Stadtverwaltung für die Bonner Straße kritisch sehen. Er wandte sich an die Feuerwehr mit seinen Sorgen. Eine Antwort hat er bislang nicht erhalten. „Man wird damit allein gelassen“, beschreibt er den Eindruck, der sich bei ihm eingestellt hat.

Pläne für Umbau der Bonner Straße noch nicht endgültig

Eine abschließende Stellungnahme wollte die Feuerwehr auf Anfrage nicht abgeben. Die Pläne für den Umbau der Straße seien noch nicht endgültig. Wie bei großen Bauarbeiten üblich, sei sie aber beteiligt, ihre Kritik aufgenommen und die Pläne entsprechend geändert worden, teilt eine Sprecherin der Stadtverwaltung mit. Der Fall, dass die Bonner Straße nur eingeschränkt passierbar ist, sei mathematisch simuliert worden. In dem Fall würde einer von vielen kleineren Einsatzbezirken der Feuerwache Marienburg künftig der Feuerwache Innenstadt zugeschlagen und von dort angefahren.

Außerdem, so die Sprecherin weiter, führten die Rettungskräfte regelmäßig Testfahrten durch, wenn Baustellen den Verkehr auf wichtigen Straßen beeinträchtigen. Das sei ein „durch die Erfahrungen mit Großbaustellen in Köln erprobtes Verfahren“. „Ganz Köln ist dicht während der Hauptverkehrszeit. Das ist nichts besonderes in unseren Augen“, sagt ein Vertreter der Feuerwehr mit Blick auf die Bonner Straße.

Fahrer sind ortskundig

Die Fahrer seien jeden Morgen im Bilde über die aktuelle Situation in ihrem Bezirk und systematisch mit „Ortskunde“ ausgestattet. „Die kennen alle Stichstraßen“, sagt er. Grundsätzlich prüfe die zuständige Abteilung für jedes einzelne Gebäude, ob es im Notfall erreicht werden kann. Das derzeit gültige Ziel, in neun von zehn Fällen mit einem Rettungswagen in acht Minuten, im Falle eines Brandes mit zehn Einsatzkräften innerhalb von 9,5 Minuten vor Ort zu sein, sieht er nicht gefährdet.

Nicht jeder kennt allerdings die Routinen der Feuerwehr. Anwohner Lange hält eine Bürgerversammlung für sinnvoll, um zu erläutern, wie die Feuerwehr in diesem Fall vorgehe....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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