Bauernverband beklagt dramatische Frostschäden bei Obst und Wein

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) hat den von Frostschäden betroffenen Winzern und Obstbauern im Gespräch mit der "Nordwest-Zeitung" Unterstützung in Aussicht gestellt

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat dramatische Frostschäden in der Landwirtschaft beklagt. Der Südwesten des Landes sei am stärksten betroffen, die Folgen träfen aber sämtliche Obst- und Weinbaugebiete, sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied am Mittwoch dem Sender SWR.

Die Lage sei "dramatisch", ergänzte er. "Wir haben Ausfälle von einzelnen Betrieben in einzelnen Regionen, die in Größenordnungen von 70 bis 80, zum Teil bis 100 Prozent gehen." Bei Steinobst sei der Schaden bereits jetzt irreparabel. Wein könne nach Frost noch einmal austreiben, allerdings sei der Ertrag dann deutlich geringer als üblich.

Rukwied forderte im SWR einen direkten Schadensausgleich durch die Politik und regte zugleich ein langfristig angelegtes Absicherungssystem in Form einer Frostversicherung an. Auch steuerliche Ausgleichsmaßnahmen müssten kommen. "Ich glaube, keine Berufssparte kann so stark vom Klima getroffen werden wie die Landwirtschaft", sagte er. Sie brauche daher solche Hilfe.

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