Bauhauptgewerbe streikt in Niedersachsen

Nach den vorerst gescheiterten Tarifverhandlungen haben vorerst die Mitarbeitenden des Baugewerbes in Niedersachsen ihre Arbeit niederlegt. Die zentrale Kundgebung fand am Morgen in Osnabrück statt, wie die Gewerkschaft IG Bau am Montag mitteilte (Christof STACHE)
Nach den vorerst gescheiterten Tarifverhandlungen haben vorerst die Mitarbeitenden des Baugewerbes in Niedersachsen ihre Arbeit niederlegt. Die zentrale Kundgebung fand am Morgen in Osnabrück statt, wie die Gewerkschaft IG Bau am Montag mitteilte (Christof STACHE)

Nach den vorerst gescheiterten Tarifverhandlungen haben die Mitarbeitenden des Bauhauptgewerbes in Niedersachsen ihre Arbeit niederlegt. Die zentrale Kundgebung fand am Morgen in Osnabrück statt, wie die Gewerkschaft IG BAU am Montag mitteilte. Dienstag soll es demnach bundesweit weitere "punktuelle" Streiks der Branche geben.

Vorab hatte die Gewerkschaft in Osnabrück 350 Teilnehmende vor dem dortigen Gewerkschaftshaus erwartet. Auch im niedersächsischen Langenhagen wurde an einer Straßen- und Rohrleitungsbaustelle gestreikt. Wo am Dienstag die Arbeit niedergelegt werden soll, teilte die IG BAU zunächst nicht mit.

Die Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe waren Anfang Mai gescheitert. Die beiden verhandelnden Arbeitgeberverbände, der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), lehnten den Schlichterspruch ab, mit dem der Tarifstreit gelöst werden sollte. Die IG BAU hatte dem Kompromiss zugestimmt und kündigte unmittelbar nach der Ablehnung weitere Streiks an.

In einem Versuch, Streiks noch zu verhindern, hatten die Arbeitgeberverbände den Unternehmen freiwillige Lohnerhöhungen empfohlen. Die Gewerkschafter kritisierten dies scharf und bemängelten zudem die vorgeschlagene Entgeltsteigerung als zu niedrig.

Nach den gescheiterten Verhandlungen geht die IG BAU nun wieder mit ihrer ursprünglichen Forderung von 500 Euro mehr im Monat für alle Lohngruppen in den Streik. Im Bauhauptgewerbe arbeiten rund 930.000 Menschen.

mb/pe