Baumfällungen: Berlin verliert immer mehr Straßenbäume

Im Jahr 2016 gab es deutlich mehr Fällungen als Neupflanzungen. Die Bäume an Berlins Straßen werden also immer weniger.

In Berlin werden Jahr für Jahr mehr Straßenbäume gefällt als nachgepflanzt. Allein im vergangenen Jahr wurden im Stadtgebiet 5222 Straßenbäume gerodet, aber nur 1797 neu gepflanzt. Der Kahlschlag auf den Alleen der Hauptstadt setzt sich damit unvermindert fort. Im Jahr 2015 waren an Berlins Straßen 5267 Bäume gefällt und 1874 neu gesetzt worden. Das ergibt sich aus der Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Turgut Altug (Grüne). Die meisten Fällungen gab es 2016 in Steglitz-Zehlendorf (887), gefolgt von Treptow-Köpenick (756) und Pankow (576). Mitte (193) und Friedrichshain-Kreuzberg (140) ließen 2016 die wenigsten Straßenbäume roden. Marzahn-Hellersdorf lieferte keine Zahlen.

Noch rund 438.000 Straßenbäume gibt es in der Stadt. Gesichert ist diese Zahl allerdings nicht. Denn vielen Bezirken fehlt Personal, um ihre Baumkataster auf dem aktuellen Stand zu halten. Die Bäume am Straßenrand sollen zur Luftreinhaltung beitragen, das Stadtklima und das Stadtbild verbessern. Damit die Stadt wieder grüner wird, versucht die Senatsumweltverwaltung seit 2012 mit der Stadtbaum-Kampagne Paten für Neupflanzungen zu gewinnen.

Spenden sind um fast die Hälfte zurückgegangen

6400 Straßenbäume sind seitdem mit Spenden von Einzelpersonen, Unternehmen und Initiativen gepflanzt worden. 10.000 sollten es bis Ende 2017 werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland unterstützt das Anliegen. Sie sei ein wichtiger Baustein "beim Erhalt des Berliner Stadtgrüns", sa...

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