Bauprojekt: Groß-Hostel mit 1300 Betten in Spandau geplant

Berlin. In Spandau plant ein Investor ein neues, riesiges Hostel – stößt dabei aber auf Widerstand bei den umliegenden Betrieben. 1300 Betten soll das Hostel haben, das in Stresow in einer ehemaligen Textilfabrik entstehen soll und damit zu den größten Berlins gehören würde.

Das umliegende Areal ist als reines Arbeitsgebiet definiert. Darauf beriefen sich auch die drei Unternehmen, die mit Eilanträgen gegen das Vorhaben vorgingen. Die Anträge wurden vom Berliner Verwaltungsgericht nun allerdings zurückgewiesen. Stattdessen entschied das Gericht, das Hostel dürfe „in der geplanten Form errichtet und betrieben werden“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Eines der Unternehmen, die sich vor Gericht zu Wehr gesetzt haben, ist die Berliner Stadtreinigung (BSR), die in etwa 400 Metern Entfernung eine Biogasanlage betreibt. „Die BSR hält den geplanten Bau des Hostels für planungsrechtlich unzulässig und sieht ihre Nachbarrechte, insbesondere das Rücksichtsnahmegebot verletzt“, sagt Unternehmenssprecherin Sabine Thümler. Man befürchte, dass der Betrieb der Biogasanlage eingeschränkt werde, um Lärm- und Geruchsbeeinträchtigungen für das Hostel zu begrenzen.

Gerichtsurteil: Hostel in Spandau verstößt nicht gegen Nachbarrechte der Betriebe

Neben der BSR sind auch die Betreiber eines Asphaltmischwerks sowie einer Binnenschiffswerft gegen das Vorhaben vorgegangen, mit einer ähnliches Begründung. Die Antragssteller seien der Ansicht, ein derart störempfindliches Vorhaben wie der Betrieb eines Host...

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