Baustellen: Neue Software soll noch im April Staus in Köln reduzieren

Studie der Technischen Hochschule sieht Nachholbedarf beim Baustellenmanagement.

25.000 Baustellen pro Jahr sorgen auf den Kölner Straßen für eine enorme Belastung. Dabei läuft das System ohnehin am Rande der Überlastung, ein weiterer Zuwachs an Pkw und Lkw ist kaum mehr realisierbar, Staus sind an der Tagesordnung. In dieser Situation kommt es entscheidend auf eine kluge Organisation an.

Die Technische Hochschule (TH) Köln hat jetzt im Auftrag der Industrie- und Handelskammer (IHK) das Baustellenmanagement untersucht. Dessen Ziel besteht darin, dass Bauprojekte so organisiert werden, dass nicht mehrere parallele Hauptverkehrsachsen gleichzeitig beeinträchtigt sind. „Wir jammern in Köln auf einem hohen Niveau, aber trotzdem zurecht“, sagt Hartmut Reinhard, Studiengangleiter Logistik an der TH.

Köln ist beim Thema Baustellen Vorreiter

Köln sei in Nordrhein-Westfalen im Bereich des Baustellenmanagements ein Vorreiter, es gebe aber noch immer ineffiziente Abstimmungsprozesse.

So benutzen die Stadt, die Bezirksregierung, das Land und auch die Stadtwerke unterschiedliche Computer-Planungssysteme. Das erschwere den Austausch der Daten zu Straßenbaustellen und damit die Koordination. „Wir sammeln die Daten in verschiedenen Formaten von allen Stadtwerke-Töchtern und verarbeiten diese von Hand“, sagt Hans Jürgen Ramm, Abteilungsleiter bei Rhein-Energie.

Testphase soll ein Jahr dauern

Er kündigte an, dass das Unternehmen noch in diesem Monat eine neue Software anschaffen will. Dann soll eine einjährige Testphase beginnen. Klaus Harzendorf, Leiter des städtischen Amts für Straßen und Verkehrstechnik, weist darauf hin, dass eine einzige große Datenbank nicht sinnvoll sei, weil der Aufwand zu groß wäre.

Zudem benötige jeder der Beteiligten ein eigenes System, das auf seine Zwecke zugeschnitten sei. Wichtig seien aber gemeinsame Schnittstellen. „Man muss auf die Daten der anderen zugreifen können, wenn es einen Bedarf dafür gibt“, sagt Harzendorf.

Unternehmen einbeziehen

Ulrich Soénius, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK, fordert ebenfalls eine verstärkte Abstimmung zwischen der Stadt und den am Straßenbau Beteiligten. So sollten Baustellen auf Bundesstraßen und Autobahnen bereits dann in das Baustellenmanagement einbezogen werden, wenn sie mindestens 24 Stunden dauern.

Bislang werden nur Vorhaben mit einer Dauer von acht Tagen berücksichtigt. Soénius schlägt zudem vor, auch die Informationen von Unternehmen einzuholen, die keine städtischen Töchter sind....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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