Bayer will auch dank Sparkurs kräftig wachsen

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Der Chemiekonzern Bayer will auch dank seines Sparprogramms in den kommenden Jahren kräftig wachsen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, soll der Umsatz von 44,6 Milliarden Euro dieses Jahr bis 2022 jährlich im Schnitt um vier bis fünf Prozent auf dann rund 52 Milliarden Euro steigen. Bayer hatte vergangene Woche angekündigt, bis 2022 rund 12.000 seiner weltweit 118.000 Arbeitsplätze abzubauen.

Einschnitte gibt es vor allem bei der Verwaltung und im Agrarchemiebereich. Dieser macht bei Bayer rund 40 Prozent des Umsatzes aus und soll seinen Anteil halten.

Überschattet wird diese Prognose allerdings von den Rechtsstreitigkeiten, die die neue Bayer-Tochter Monsanto wegen ihres glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittels Roundup in den USA ausficht. Anwender machen das Mittel für ihre Krebserkrankung verantwortlich.

Bayers Pharmabereich soll ebenfalls um vier Prozent wachsen. Teil dieses Bereichs ist eine neue Fabrik in Wuppertal, die noch vor Produktionsbeginn schon wieder geschlossen wird. Dagegen hatten am Montag hunderte Beschäftigte demonstriert.

Der Bereich "Consumer Health" schließlich soll auf rezeptfreie Gesundheitsprodukte setzen und so beim Wachstum nach und nach zu den anderen beiden Divisionen aufschließen.