Bayern-Schützenhilfe von Ingolstadt: 0:0 bei RB Leipzig

Leipzigs Marcel Halstenberg (r.) im Zweikampf mit Dario Lezcano. Foto: Hendrik Schmidt

Der FC Ingolstadt hat erneut Schützenhilfe für den FC Bayern geleistet. Die Schanzer holten beim Tabellen-Zweiten RB Leipzig ein hart umkämpftes 0:0 und ebneten dem deutschen Rekordmeister damit den Weg zum vorzeitigen Gewinn des 27. Meistertitels.

Für die im Minutentakt aufs Ingolstädter Tor stürmenden Leipziger bleibt die Tür zur Champions League dennoch weit aufgestoßen, auch weil Dortmund ebenfalls nur Remis spielte. RB verpasste allerdings vor 41 053 Zuschauern den 20. Saisonsieg. Somit hätten die Sachsen den Uraltrekord der Münchner aus der Saison 1965/66 geknackt und vorzeitig die direkte Qualifikation für die Königsklasse gebucht.

Die erste Bundesliga-Niederlage von RB im Dezember in Ingolstadt nach zuvor 13 ungeschlagenen Spielen hatte Spuren hinterlassen. Daher warnte Trainer Ralph Hasenhüttl vor seinem Ex-Team. Immerhin war Leipzig nur gegen Bayern und Ingolstadt bislang tor- und punktlos. Zudem musste Hasenhüttl kurzfristig seine komplette Abwehr umstellen.

Willi Orban (Fußgelenk) und Marvin Compper (Schlag abbekommen) mussten passen. Dafür rückte Stefan Ilsanker in die Innenverteidigung neben Dayot Upamecano und Rechtsaußen Bernardo. Marcel Halstenberg spielte wie gewohnt auf der linken Defensivseite.

Ingolstadt versuchte es anfangs mit Leipziger Mitteln: Hohes Pressing und frühes Stören. Doch RB spielte abgeklärt mit viel Ballbesitz und setzte seine schnellen Angreifer Timo Werner und Yussuf Poulsen geschickt in Szene. Als Werner (6.) bis zur Grundlinie dribbelte, fand er im Zentrum keinen Abnehmer. Kurz danach scheiterte sein dänischer Sturmpartner am gut reagierenden FC-Keeper Martin Hansen.

Wie im Hinspiel nutzte RB seine Chancen nicht. So verpasste Werner (34.) nach einer Bernardo-Flanke das Tor nur knapp. Die Gäste blieben in der ersten Hälfte ohne Torchance, konnten auch über die wenigen Standardsituationen keine Gefahr ausstrahlen.

Nach zuletzt zwei Niederlagen kam von den Oberbayern, die in bislang drei Spielen in 1. und 2. Liga drei Siege gegen RB schafften, offensiv einfach zu wenig. Allerdings kamen sie mit Schwung aus der Kabine. Die erste klare Torchance im Spiel, ein Gewaltschuss von Sonny Kittel (46.) von der Strafraumgrenze, ging jedoch weit über das RB-Gehäuse. Auf der Gegenseite scheiterte praktisch im Gegenzug der frei durchlaufende Poulsen nur um Zentimeter.

Das Spiel wurde von vielen Fouls und Nickligkeiten begleitet, auch weil Schiedsrichter Daniel Siebert die erhitzten Gemüter nicht in den Griff bekam. Daran änderte auch ein Halbzeitgespräch zwischen dem Unparteiischen und RB-Coach Hasenhüttl nichts.

In der 66. Minute wurde Nationalstürmer Werner mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz getragen, nachdem Markus Suttner seinen Fuß drüber gehalten hatte. Für Werner brachte Hasenhüttl Davie Selke, der in der 73. Minute eine Bernardo-Flanke knapp neben das Tor setzte. Leipzig rannte unentwegt im Minutentakt auf das Tor der Schanzer an - es fehlte nur an der nötigen Präzision.

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